Drucksache - DS/0455/VIII  

 
 
Betreff: Weniger Wurzelschäden durch moderne Technologie
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion CDUBezirksamt
  BzStRin StadtSozWiArb,
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Abb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
16.11.2017 
13. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin überwiesen   
Eingaben/Beschwerden, Umwelt und Gesundheit mitberatend
12.12.2017 
13. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Eingaben/Beschwerden, Umwelt und Gesundheit vertagt   
09.01.2018 
14. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Eingaben/Beschwerden, Umwelt und Gesundheit vertagt   
13.02.2018 
15. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Eingaben/Beschwerden, Umwelt und Gesundheit erledigt   
Haushalt, Personal, GO Entscheidung
13.12.2017 
14. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt, Personal, GO vertagt   
16.01.2018 
15. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt, Personal, GO vertagt   
14.02.2018 
16. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Haushalt, Personal, GO mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
15.03.2018 
17. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
19.09.2019 
35. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag CDU PDF-Dokument
BE HAP PDF-Dokument
VzK (Abb.) PDF-Dokument

Die Bezirksverordnetenversammlung hat das Bezirksamt ersucht

 

zu prüfen, ob es möglich wäre bei entsprechenden Baumaßnahmen Auflagen an die jeweiligen ausführenden Firmen zu erteilen, Maschinen einzusetzen, die das Durchtrennen des Wurzelwerks vermeiden können. Darüber hinaus wäre darzulegen, wie dem positiven Beispiel mehrerer Städte gefolgt werden könnte, in der entsprechende Vorgaben durch die öffentliche Hand bereits Praxis sind.

 

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Öffentliche Bäume sind gemäß der Verordnung zum Schutze des Baumbestandes in Berlin (Baumschutzverordnung BaumSchVO vom 11. Januar 1982 geändert durch die Verordnung vom 05.10.2007) ebenfalls geschützt. Sie dienen u. a. zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, zur Belebung, Gliederung und Pflege des Orts- und Landschaftsbildes und zur Abwehr schädlicher Einwirkungen.

 

Grundsätzlich kann die Wohlfahrtswirkungen von Bäumen gerade in urbanen Ballungsgebieten nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ihr Leistungspotential lässt sich mit positiven Auswirkungen auf Temperatur, Sauerstoff, Windverhältnisse, Immissionen und Lärmeinflüsse in der Stadt beschreiben. Ein Großbaum bindet bis zu 100 kg Staub pro Jahr. Die BaumSchVO zielt auf die Sicherstellung des Erhalts dieser besonders wichtigen Naturgüter. Umso wichtiger ist der Schutz von älteren Bäumen gegen voreilige Fällung. Jede Baumfällung wird also mit besonderer Vorsicht abgewogen. Dennoch sind einige Baumfällungen aufgrund zu erwartender Wurzelschäden unvermeidbar.

 

Bei beantragten Bauvorhaben mit geplanten Beeinträchtigungen geschützter privater Bäume wird der Fachbereich Umwelt- und Naturschutz im Baugenehmigungsverfahren beteiligt.

 

Im privaten Baumschutz wird bei Bauvorhaben immer auf die zu beachtenden Vorschriften der ZTV-Baumpflege (2017) und der DIN 18920 – Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetation bei Baumaßnahmen hingewiesen. Diese beinhalten auch den Wurzelschutz.

 

Eine Vorschrift, welche Maschinen einzusetzen sind oder nicht, gibt es aus Sicht des Fachbereich Umwelt- und Naturschutz nicht.

 

Nach abgeschossener Prüfung der Bauantragsunterlagen durch den Fachbereich Umwelt- und Naturschutz wird das Ergebnis in einer Stellungnahme an die federführende Bau- und Wohnungsaufsicht zusammengefasst. Diese Stellungnahme wird Anlage der Baugenehmigung.

 

Bedingungen, Auflagen und Hinweise des Baumschutzes die sich aus der Prüfung ergeben und in der Baugenehmigung festgehalten sind, werden dann während der Baumaßnahme durch den Fachbereich Umwelt- und Naturschutz selbstständig aufgrund der Berliner Baumschutzverordnung und des Bundesnaturschutzgesetzes überwacht.

 

 

 
 

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