Drucksache - DS/0313/VIII  

 
 
Betreff: Schulweg von der Fahrbahn trennen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion CDUBezirksamt
  BzStR SchulSpOrdUmVer,
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Zwb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
13.07.2017 
10. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
19.10.2017 
12. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag CDU PDF-Dokument
VzK (Zwb.) PDF-Dokument

Die Bezirksverordnetenversammlung hat beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, entlang der Falkenberger Chaussee und Dorfstraße einen eigenständigen und klar abgegrenzten Geh- und Radweg einzurichten. Hiermit soll ein Lückenschluss zwischen den bestehenden Geh- und Radwegen an der Falkenberger Chaussee und Dorfstraße zwischen Welsestraße und abzweigender Dorfstraße geschaffen werden.

 

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Beschreibung der gegenwärtigen Situation dieses Straßenzuges zwischen Wartiner Straße und dem Grundstück Dorfstraße 1:

 

Die Breite des öffentlichen Straßenlandes beträgt 16,5 bis 18,5 m.

Breite der Fahrbahn: 7,5 bis 8 m.

Breite der Seitenbereiche jeweils 4 bis 5 m.

Breite des als Geh- und Radweg befestigten Seitenbereiches jeweils ca. 2 m durch Markierung von der Fahrbahn abgetrennt.

Die Straße hat keine Regenentwässerung, die Entwässerung erfolgt zz. beidseitig in die nicht befestigten Seitenbereiche.

 

Bauliche Probleme der Anlage eines von der Fahrbahn abgetrennten Gehweges und Radweges:

 

Um Geh- und Radweg baulich von der Fahrbahn zu trennen, müsste die Fahrbahn mit Borden eigefasst werden. Dazu ist eine Entwässerung notwendig.

Der Umbau der Straße müsste als Investitionsmaßnahme angemeldet werden, dann würde die Entwässerung von SenVUK finanziert.

Für den Bau einer Regenwasserkanalisation müsste ein ausreichend großer Vorfluter vorhanden sein, ob dieser vorliegt, ist nicht bekannt.

Für eine Versickerung würden mindestens 2,5 bis 3,0 m breite Mulden-Rigolen wegen des Dachprofils auf beiden Seiten benötigt. Damit würde nicht genügend Platz für Geh- und Radweg vorhanden sein, so dass zusätzliche Flächen erworben werden müssten. Wie weit auf Flächen des Landes Berlin zurückgegriffen werden könnte, müsste noch geprüft werden. Die ausreichende Versickerungsfähigkeit des Bodens müsste ebenfalls noch geprüft werden, in diesem Bereich liegt überwiegend bindiger Boden vor. Ein Eingriff in den vorhandenen Baumbestand beiderseits der Straße wäre wahrscheinlich unvermeidlich.

 

Bei einer herkömmlichen  Regenentwässerung mit einem Kanal würde für die Seitenbereiche bei einer Gehwegbreite von 2,5 m, einer Radwegbreite von 1,6 m und einer Breite für den Schutzstreifen zur Fahrbahn von  0,5 m eine Gesamtbreite von jeweils 4,6 m benötigt. Ob diese Breite tatsächlich unterzubringen ist oder die Breiten vom Gehweg oder der Fahrbahn reduziert werden müssen, müsste geprüft werden. Auf jeden Fall würden auch bei dieser Version die jetzigen Straßenbäume gefällt werden müssen. 

 

Die Kanalisation müsste mindesten zwischen Welsestraße und Dorfstraße eingebaut werden, das entspricht einer Länge von 560 m. Auf dieser Länge könnten dann beidseitig Geh- und Radwege eingebaut werden. Unter Beibehaltung der jetzigen Fahrbahn und einem Einheitspreis von 120 €/m² müsste mit Kosten von ca. 620 T€ gerechnet werden, dabei sind noch keine Kosten für eine eventuell notwendige Erweiterung der Beleuchtung und für die Beauftragung eines Ing.-Büros berücksichtigt.

 

In Anbetracht des Investitionsstaus und der geringen Investitionssumme für den Straßenbau halte ich eine Anmeldung kaum vor dem Jahr 2025 für denkbar.

 

 
 

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