Auszug - Ergebnisse des Wettbewerbs für die Bebauung des Quartiers Wartenberger Straße/Gehrenseestraße/Wollenberger Straße (Bebauungsplan 11-95 VE)  

 
 
25. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz
TOP: Ö 5
Gremium: Ökologische Stadtentwicklung und Mieterschutz Beschlussart: erledigt
Datum: Do, 04.10.2018 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 21:13 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Rathaus Lichtenberg, Raum 100 (barrierefrei)
Ort: Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin
 
Wortprotokoll

Herr Güttler-Lindemann stellt noch einmal das Verfahren des städtebaulichen Wettbewerbes als konkurrierendes Verfahren vor. Dabei habe sich das Büro MLA + durchgesetzt. 2300 Wohneinheiten werden bei Abriss der Bestandsbebauung entstehen können. Dabei handele es sich um eine lärmresistente Blockrandbebauung mit Wohnungen und einem Schulstandort als dreizügige Grundschule. Bauherrn und Eigentümer sind die Belle Epoque und HOWOGE, welche für die Schule Grundstücksfläche zur Verfügung stellen.

Herr Müller von MLA + stellt aus seiner Sicht die Planungen vor. Grundlegende Situation sei die einer Insellage zwischen Verkehrslärm der oberen Rhinstraße und dem Gewerbelärm aus dem dahinterliegenden Gebiet. Hinzu komme ein städtebaulich heterogener Zustand. Ziel der vorliegenden Planung sei es geschlossene Strukturen für Ruhe im Inneren zu schaffen. Dabei handele es sich sozusagen um eine „perforierte Hülle mit Anknüpfungspunkten zur bestehenden Bebauung“. Hierzu sollen fünf Höfe mit Brückenbauwerken geschaffen werden. Im Gegenzug sollen architektonische Hochpunkte gesetzt werden. Erdgeschosse sollen teilweise gewerblich und öffentlich genutzt werden. Die Blöcke sind architektonisch grundsätzlich flexibel angelegt. Im Süden soll dem Dorfcharakter ein adäquates Gegenüber geboten werden, beispielsweise durch Wohnen und Arbeiten. Die Höfe sollen auch Gartenqualität bekommen. Die Geschossigkeiten bewegen sich zwischen sieben in den Brücken und 20 Geschossen in den Hochhäusern.

Frau Müller fragt, ob über die Idee hinaus auch die Bauträger bereits zur Verfügung stehen. Sowohl Belle Epoque als auch HOWOGE sind Bauträger.

Herr Hudler bedankt sich für die Vorstellung und dafür, dass für den vielfach kritisierten Missstand nun eine Lösung auf dem Tisch ist und fragt, wann es losgehen kann und wie sich das Bezirksamt zum Entwurf verhält. Er bittet zudem auch eine Vorstellung des Vorhabens im Rahmen der Stadtteildialoge zu bedenken. Frau BzStRin Monteiro war bei der Auswahl dabei und hält es für einen gut realisierbaren Gewinnerentwurf. Es gäbe keine größeren Bedenken. Es bedarf nunmehr eines neuen vorhabenbezogenen Bebauungsplanes. Herr Schautes geht von einer schnellen Umsetzung aus und will nunmehr die Feinheiten abarbeiten. Eine erneute Einreichung könne eventuell noch dieses Jahr stattfinden. Baustart wäre dann wohl 2021. Insbesondere bezüglich des Schulstandortes gebe es derzeit konstruktive Abstimmungen.

Herr Fischer bittet auch den Mühlengrund weiter voran zu treiben. Er fragt nach dem Bestand des Autohändlers und der Tankstelle. Hierüber gebe es derzeit Gespräche, um die entsprechenden Geländeteile mit für die Bebauung zu gewinnen.

Frau Wenk fragt nach Dachbegrünung und der Turnhalle der Schule. Die Sporthalle solle oben auf der Schule realisiert werden, ohne eigenen Baukörper. Dachbegrünung werde mit Sicherheit realisiert.

Herr Niedworok fragt nach der Belegungsbindung und dem notwendigen Bedarf an öffentlicher Infrastruktur. Herr Schautes führt aus, dass sich die Bauplaner an das Berliner Modell halten und zwischen 30-50 % Belegungsbindung realisieren. Die Bedarfe seien im Planbestand berücksichtigt.

Herr Rodig fragt nach den Stellplätzen für PKW. Ein Stellplatzkonzept der HOWOGE sieht überirdische Stellplätze im Süden vor. Belle Epoque realisiert Stellflächen mit einer Tiefgarage. Der Schlüssel betrage 0,2 – 0,3 pro Wohneinheit.

 
 

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