Vorsorgemaßnahmen für Menschen mit Beeinträchtigungen

Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag – ein Aktionstag, der auf Alzheimer und andere Demenzerkrankungen aufmerksam macht. Auch im Krisenfall gilt es besondere Herausforderungen Betroffener mitzudenken und bestmöglich vorzusorgen. Für Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen ist es deshalb besonders wichtig, frühzeitig zu überlegen: Was brauche ich im Notfall – und wer kann mich unterstützen?

Gemeinsam einen Notfallplan erstellen: Sprechen Sie mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn darüber, welche Unterstützung benötigt wird und wer im Ernstfall welche Aufgabe übernimmt. Ein Haustürschlüssel kann bei einer vertrauenswürdigen Person hinterlegt werden.

Wichtige Dinge griffbereit halten – dazu gehören:
  • benötigte Hilfsmittel, zum Beispiel Brille oder Hörgerät
  • Ersatzbatterien, Akkus und Ladegeräte
  • Mobilitätshilfen
  • ein Medikamentenplan und notwendige Medikamente
  • eine Liste wichtiger Notfallkontakte
  • oder ein Notfallausweis (erhältlich bei Hausärzten, Krankenkassen, Rettungsdiensten), der wichtige medizinische Daten und Kontaktinformationen enthält.

Besondere Bedürfnisse einplanen: Überlegen Sie, was bei einem Stromausfall oder einer notwendigen Evakuierung gebraucht wird. Wenn Fluchtwege nicht selbstständig genutzt werden können, sollte vorher geklärt werden, wer wie unterstützen kann.

Auch an Assistenztiere denken: Für Assistenzhunde sollten ausreichend Wasser und Tiernahrung eingeplant werden.

Kommunikation vorbereiten: Für Menschen mit Sprach- oder Hörbeeinträchtigungen können Schreibblock und Bleistift im Notgepäck hilfreich sein. Eine Taschenlampe kann ebenfalls genutzt werden, um mit Blinksignalen auf sich aufmerksam zu machen. Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen können Notfallradios mit visuellen Alarmfunktionen sinnvoll sein.

Wichtig: Die beste Notfallplanung ist individuell. Besprechen Sie rechtzeitig, was die betroffene Person benötigt und wer im Ernstfall helfen kann.

Diese und weitere Informationen zu Vorsorgemaßnahmen sowie Verhalten im Katastrophenfall gibt es auch auf dem WhatsApp-Kanal des Bezirksamts unter: https://whatsapp.com/channel/0029VbBspgkDDmFccTh9SF46.