Die Integration von Menschen mit Behinderungen bietet eine klare Win-win-Situation: Der Fachkräftemangel wird verringert und Menschen mit Behinderungen erhalten Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt. Aber: Noch sind viele Menschen mit Behinderungen, trotz ihrer oft überdurchschnittlichen Qualifikation nicht im regulären Arbeitsmarkt integriert. Denn: der Einstieg ins Arbeitsleben ist für Menschen mit Behinderung nochmal besonders herausfordernd. Physische Barrieren, Vorurteile und bürokratische Hürden machen es schwer, den richtigen Arbeitsplatz zu finden und das obwohl Fachkräfte dringend gesucht werden. Unternehmen könnten mit geeigneten Inklusionsmaßnahmen Teams inklusiver aufstellen und ihre Fachkräftelücke schließen. Mit einer inklusiven Bustour sollte aufgezeigt werden, wie Inklusion gelingen kann.
Acht Unternehmen nutzen die Gelegenheit und warfen am 21.11.2025 einen Blick auf die Chancen eines inklusiveren Arbeitsmarktes. Es eröffnete sich ihnen die Gelegenheit mit “Mythen” am Arbeitsmarkt, die die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen blockieren, aufzuräumen. Die erste Station führte zur Repro- & Werbezentrum Prenzlauer Berg GmbH, die 2024 den Berliner Inklusionspreis in der Kategorie „Inklusive Beschäftigung – Kleinunternehmen“ gewonnen hat. Die VIA gGmbH betreibt erfolgreich vier Inklusionsbetriebe, beim letzten Halt besuchten die Teilnehmenden zwei davon (Schankhalle und Pfefferbett-Hostel). Die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber, die Inklusionsberatung der IHK, der Integrationsfachdienst Mitte mit Schwerpunkt für Hörgeschädigte, das Inklusionsamt vom LAGeSo und das Jobcenter Berlin Lichtenberg – Aktivteam und Betriebsakquise beantworteten vor und während der Tour Fragen der Unternehmens-Vertreter*innen. Bei einem abschließenden Mittagessen blieb Zeit für individuelle Gespräche und Vernetzung.
Frau Dr. Gocksch, Bezirksstadträtin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Bürgerdienste, ermutigte in ihrer Eröffnungsrede die Unternehmen sich der Herausforderung Inklusion zu stellen. Organisiert wurde die Bustour von der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen und Gute Arbeit und der Wirtschaftsförderung. Der Bezirksteilhabebeirat Lichtenberg gab den Anstoß für dieses Format und der Paritätische Wohlfahrtsverband LV Berlin e. V. förderte und finanzierte die Bustour.