In Kooperation mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung luden vier Bezirksverwaltungen und ihre bezirklichen Beauftragten für Gute Arbeit und Ausbildung zu einer Diskussionsveranstaltung „DGB Index Gute Arbeit Berlin 2024“ am 30. Juni 2025 ins Rathaus Schöneberg ein.
- DGB Index gute Arbeit, was ist das? Mit Hilfe eines arbeitswissenschaftlich entwickelten Fragebogens misst der DGB-Index Gute Arbeit, wie Arbeitnehmer*innen die Qualität ihrer Arbeitsbedingungen bewerten. Basierend auf einem Belastungs-Beanspruchungsmodell beleuchtet er unterschiedliche Bereiche der Arbeitsgestaltung und -organisation. Ausgewertet werden u.a. die Verbreitung körperlicher und psychischer Belastungen ebenso wie die Einschätzung des Einkommens und der Beschäftigungssicherheit, das betriebliche Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten oder die Betriebskultur. Neben den 42 Fragen, die den Kern der Befragung bilden, wurden die Berliner und Berlinerinnen zusätzlich zum Personalmangel und zur Fachkräftesicherung befragt.
69 Interessierte aus Mitbestimmungsgremien, Gewerkschaften, Unternehmen, Vereinigungen, dem Berliner Abgeordnetenhaus und Wissenschaft folgten der Einladung und kamen mit Experten/Expertinnen ins Gespräch. In Ihrer Begrüßung betonte die Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe, dass gesunde und gute Arbeitsbedingungen Investitionen in die Zukunft sind, die sich für Beschäftigte und Unternehmen auszahlen. Der gastgebende Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann stellte fest, dass die Arbeit der Beauftragten für Gute Arbeit in den jeweiligen Bezirken unverzichtbar ist. Und wünscht sich, das die offenen Stellen in den acht weiteren Berliner Bezirken schnellstmöglich besetzt werden. Denn nur wenn jeder Bezirk kompetent vertreten ist, kann flächendeckend für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und bedarfsgerechte Ausbildungschancen gesorgt werden.
Noch vor der Veranstaltung hatten drei der vier Beauftragten für Gute Arbeit und Ausbildung die Gelegenheit ihre Arbeit der Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe zu präsentieren und mit ihr über weitere Vorhaben zu sprechen.