Kunstverleih Lichtenberg

Kunstverleih Lichtenberg
Kunstverleih Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Der Kunstverleih Lichtenberg hat etwa 400 originale zeitgenössische Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Graphik, Zeichnung und Collage in seinem Bestand. Das Spektrum der Sammlung mit vorwiegend Berliner Kunst reicht von gegenständlicher Landschaft über figürliche Darstellungen bis zu abstrakten Arbeiten, von sensibler Zeichnung über Druckgraphik und Aquarell bis zur Ölmalerei. Die Arbeiten repräsentieren die unterschiedlichen Kunstauffassungen in unserer Stadt über mehrere Jahrzehnte. Die Kunstwerke befinden sich in Regalen, können in Katalogen vorausgewählt und gegen eine geringe Gebühr für mehrere Monate ausgeliehen werden. Private und geschäftliche Räume erhalten so eine besondere Atmosphäre, geschmackvolle Akzente werden geschaffen und Kunst kann unmittelbar erlebt werden.

Für den Abschluss eines Leihvertrages sollten Sie in Berlin oder Brandenburg wohnen, volljährig sein und Ihren Personalausweis und etwas Zeit mitbringen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kunstwerke aus dem Bestand des Kunstverleih Lichtenberg

Geschichte des Kunstverleih

Der Kunstverleih Lichtenberg gründet sich in seinem zur Zeit ausleihfähigen Bestand auf die Anfang der 90er Jahre eingerichtete Sammlung der Graphothek Hohenschönhausen. Die im Bezirk vorhandenen Kunstwerke bildeten die Basis der Sammlung. Sie wurden inventarisiert und ansprechend gerahmt.

Das erste Domizil fand die Graphothek in der Oberseestraße. Von dort zog sie im Mai 1992 in das Hörsaalgebäude des ehemaligen Instituts für Lehrerbildung am Prerower Platz. Dort war ausreichend Platz für eine Präsentation an den Wänden, wo die Kunstwerke von den Besuchern unmittelbar betrachtet und ausgewählt werden konnten. Eine Kunstbücherei ergänzte das Angebot der Graphothek mit etwa 400 Kunstbänden, Künstler- und Ausstellungskatalogen.
In diesen Jahren wurde der überwiegende Teil des heutigen Bestandes zugekauft. Es entstand eine Sammlung von vor allem Berliner Kunst, die ihre Werke zu einem großen Teil in den Ausstellungen der Hohenschönhausener Galerien fand. Dieser Querschnitt durch das unterschiedliche Ausstellungsprogramm der Galerien zeigt sich heute in der Vielfalt des Bestandes. Er vereint die verschiedenen Gattungen der bildenden Kunst, von der Druckgrafik über Zeichnung, Aquarell, Collage, Computergrafik bis hin zum Ölbild. Figürliche Zeichnungen, gegenständliche Landschaften und abstrakte Darstellungen reflektieren die unterschiedlichen Positionen von Künstlern aller Generationen.
Ergänzt durch die Werke von Künstlern ausländischer Herkunft bieten sie eine spannungsvolle Einsicht in die künstlerische Produktion dieser Zeit. Neben Werken etablierter Maler und Grafiker finden sich Arbeiten von jungen Künstlern, die gerade am Anfang ihrer Laufbahn standen.

1997 zog die Graphothek in die Galerie Arcus in Neu-Hohenschönhausen. 2004 kam die Graphothek in die gerade erweiterten Räume der Galerie 100.
Mit der räumlichen Veränderung und der Fusion der Bezirke Hohenschönhausen und Lichtenberg wurde die Sammlung in Kunstverleih Lichtenberg umbenannt. Moderate Ausleihgebühren wurden eingeführt. So kann heute jeder, der sich in seinen privaten oder dienstlichen Räumen gern mit Kunst umgibt, aus einem vielfältigen Bestand Kunstwerke aussuchen und zum temporären Kunstbesitzer werden.

Das Besondere des Kunstverleihs ist seine spezielle Vermittlungsform. Der entscheidende Vorteil ist die Unmittelbarkeit, mit der künstlerische Werke und Betrachter zusammentreffen. Die Ungezwungenheit, mit der Kunst erlebt und ausprobiert werden kann, führt zu einem intensiveren Verhältnis der Betrachter zum Kunstwerk als es beispielsweise der kurzzeitige Besuch einer Ausstellung moderner Kunst zu leisten vermag. Die wochenlang mögliche Betrachtung und mitunter ausdauernde Auseinandersetzung mit der Kunst an der eigenen oder der Bürowand bringt Betrachter oft dazu, sich für weitere Arbeiten derselben Künstlerin, desselben Künstlers zu interessieren.
Der Kunstverleih Lichtenberg hat zurzeit 405 ausleihfähige, das heißt inventarisierte und gerahmte Bilder, von insgesamt 93 Künstlern in seinem Bestand.