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Kunst im Stadtraum – Projekte am Prerower Platz

Bildcollage Kunst am Prerower Platz
Bild: G.Scribano/weiterbearb. M.Nasoetion, J.Llobet/L.Pons, A.Fersch, U.Zimmermann

Ort der Kunst-Aktionen ist der Stadtplatz an der Wartenberger Straße/Ecke Wustrower Straße, unmittelbar neben dem Prerower Platz, Mittelpunkt des Stadtplatzes bildet der „Brunnen der Jugend“.

Ziel der künstlerischen Präsentationen sollte die Stärkung der kulturellen Identität in der Großsiedlung sein. Über die künstlerischen Interventionen kann für die Bewohner*innen eine Verbundenheit mit dem Standort, aber auch mit dem geplanten neuen Bildungs- und Kulturzentrum geschaffen werden.

Die vier künstlerischen Interventionen sind temporär und partizipativ geplant und werden eine Zeitdauer von jeweils sechs bis acht Wochen umfassen. Dabei finden die temporären Projekte nacheinander und getrennt voneinander statt.

Das Projekt Kunst im Stadtraum am Prerower Platz wurde auf Initiative des Beratungsausschusses Kunst der Senatsverwaltung für Kultur und Europa als Modellprojekt vom Bezirksamt Lichtenberg durchgeführt und aus gesamtstädtischen Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa finanziert.

Zukunftsmusikal 12.05.- 30.06.2021

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Zukunftsmusikal: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ab 12.Mai steht der Brunnenplatz im Zeichen der Entstehung des Zukunftsmusikals von Michaela Nasoetion – eine partizipative Performance, die zusammen mit Sänger*innen und Musiker*innen aus dem Bezirk umgesetzt wird.
Auf der „Baustelle der Zukunft“ finden sogenannte Libretto-Dialoge statt: Interessierte Anwohnende können etwas dazu erzählen, was sie sich für ihren Stadtteil und sonst für die Zukunft wünschen. Aus den Gesprächen entstehen die Gesangstexte, die vom „Chor der Zukunft“ gesungen werden und das Klangmaterial, das in einer Klangcollage verarbeitet wird.
Das Zukunftsmusikal entsteht in Kollaboration mit der musikalischen Leiterin, Ursula Scribano, und der Klangkünstlerin, Ursula Häse, die auf dem Theremin – einem Instrument, das über Antennen berührungslos gespielt wird – wundersame Klanglandschaften entstehen lässt. Gemeinsam mit allen beteiligten Sänger*innen, Tänzer*innen und den Ensembleleitenden von u.a. einem Kinderchor und einem sinfonischen Blasorchester wird die Zukunftscollage gewebt. Mögliche Zukünfte werden in einer Vielfalt hörbar gemacht. Die Zuschauenden können sich darin bewegen.

Öffentliche Proben finden meist donnerstags statt. Die finale Performance wird am 23. und 24.Juni um 19 Uhr auf dem Brunnenplatz aufgeführt.
Wer sich zu einem Libretto-Dialog verabreden möchte, kann unter Zukunftsmusikal@gmx.de Kontakt aufnehmen.
Aktuelle Infos und digitale Teilnahme auch auf Instagram unter @zukunftsmusikal2021

Die Künstlerin Michaela Nasoetion

Michaela Nasoetion
Bild: Anna Nasoetion

Michaela Nasoetion, 1964 in München geboren, lebt als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, absolvierte ihr Diplom- und Aufbaustudium der Freien Kunst an der HfbK Hamburg und ein postgraduales Studium am Goldsmiths College in London. Sie realisierte zahlreiche nationale und internationale Ausstellungs- und partizipative Kunst-Projekte. Michaela Nasoetion entwickelt ästhetische Handlungs- und Dialogräume, die den Teilnehmenden einen besonderen Austausch und ein ko-kreatives Tun ermöglichen. Typische Formate ihrer medienübergreifenden Arbeiten sind partizipative Installationen und performative Interventionen.

Kiezplatten - 03.07.2021 - 07.08.2021

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Projekt Kiezplatten

Neben dem Brunnen der Jugend werden die Künstler*innen Jasmina Llobet und Luis Pons fünf Stahlskulpturen in der Form von Plattenbauten platzieren. Diese sind keine statischen Kunst-Objekte, sondern zum darauf stehen gedacht, und sie werden Reproduktionen von Gebäuden darstellen, die tatsächlich am Prerower Platz stehen. Auf den Miniaturplattenbauten findet eine Reihe von Aufführungen in Zusammenarbeit mit Anwohner*innen von Hohenschönhausen statt. Die verschiedensten Aktionen werden mit und auf den Skulpturen stattfinden, wie zum Beispiel: Musik, Tanz, Theater, Akrobatik.

Das Künstlerduo aus Barcelona ist auf der Suche nach Vereinen, Initiativen und Einrichtungen im Bezirk und Umgebung, die sich am Projekt beteiligen wollen: Musikbands, Yoga-Kurse, Parcour-Teams, Tanz-Schulen und Theatervereine werden die Plattenbau-Skulpturen als Bühne für einen selbst konzipierten Auftritt zur Verfügung gestellt. Wie und was darauf stattfinden soll, hängt von den Interessen und Vorlieben jeder Gruppe ab. „Kiezplatten“ möchte so Bezirksinitiativen eine Möglichkeit bieten, ihre Tätigkeiten bekanntzugeben bzw. auf einer neuen Art und Weise öffentlich zu präsentieren. Bei Interesse, am Projekt teilzunehmen, senden Sie eine E-Mail an llobetpons@gmail.com . Jede Idee ist willkommen!

Die Künstler*innen Jasmina Llobet und Luis Pons

Jasmina Llobet und Luis Pons
Bild: Nai-Hsun Yang

Seit 2002 arbeitet das Künstlerduo und Lehrbeauftragte an der Kunstfakultät der Universität Barcelona (UB), zusammen in den Bereichen Objektskulptur und Kunst im öffentlichen Raum. Beide studierten an der Universität der Künste Berlin und der Universität Barcelona.

Sie haben permanente Projekte im öffentlichen Raum realisiert u.a.: OCAT Anren. Chengdu, China (2019); und Kunstverein Springhornhof, Neuenkirchen (2019).

Residenzstipendien u.a.: Tsung-Yeh Arts and Cultural Center. Tainan, Taiwan (2018); und Asia Culture Center. Gwangju, Südkorea (2017).

Ausstellungsbeteiligung u.a. Madou Sugar Industry Art Triennial, Madou, Taiwan (2019); Archive, vol. 1. Laznia 2 Centre for Contemporary Art. Gdansk, Polen (2019); Playground project – Outdoors. Bundeskunsthalle. Bonn (2018); Taehwa River Eco Art Festival. Ulsan, Südkorea (2018); Polyhedric. Centre d’Art Tecla Sala. Hospitalet de Llobregat, Barcelona (2017); und Odessa Biennale. Odessa Museum of Modern Art. Odessa, Ukraine (2017).

Die Insel - 08.08.2021 - 18.09.2021

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Die Insel - interaktives Kunstprojekt

Im Hohenschönhausener Ostsee-Viertel findet man Straßennamen, die nach Ferien klingen, aber den dazu gehörenden Sandstrand suchte man bisher vergeblich. Das will nun der Berliner Künstler Albrecht Fersch ändern, indem er am Prerower Platz um den Brunnen der Jugend herum 150 Tonnen Sand verteilt, Liegestühle und Sonnenschirme aufstellt und zum Leben auf der INSEL einlädt. Für 6 Wochen, vom 8. August bis zum 19. September 2021 lautet das Motto: „Wenn Urlaubsreisen pandemisch riskant sind, so hole man den Urlaubsort zu sich nach Hause.“

Dabei verspricht die INSEL noch mehr zu sein: ein Hotspot für spontane Kommunikation. Täglich wird der Künstler seine Botschaften in den Sand und auf eine große litfaßartige Säule schreiben. Besucher*innen lädt er dazu ein, mit ihm gemeinsam im Spannungsfeld zwischen globalem und lokalem Denken zu philosophieren, etwa über die Spaltung unserer Lebenswelt in Freizeit und Arbeit, über Reiselust angesichts des Klimawandels, über kapitalistische Vereinnahmungen bei gleichzeitig zunehmenden Wohnraummangel. Was macht das Leben lebenswert?

DIE INSEL ist ein Ort für Entspannung mitten im Alltag und ebenso der richtige Ort, um über wesentliche Dinge mit anderen “Reisenden” in Austausch zu treten. Beteiligung ist in vieler Hinsicht möglich, der Platz bleibt ein öffentlicher und jederzeit zugänglicher Ort. Und es sei schon verraten, dass auf die Besucher*innen der INSEL auch ein Flaschenpostamt wartet. Wie sonst sollten die Neuigkeiten von der INSEL die Menschen im umgebenden Häusermeer erreichen?

Der Künstler Albrecht Fersch

Albrecht Fersch
Bild: Heinz Spütz

Albrecht Fersch ist ein Performance-, Aktions- und Installationskünstler. Sein Werk ist geprägt von einer Vielfältigkeit der eingesetzten Mittel und Methoden. Er begann mit Malerei und erweiterte im Laufe des künstlerischen Werdegangs stetig seine Bandbreite. Er war künstlerischer Leiter des partizipativen Supertheaters, entwickelte die Philosophie des Logorealismus und führte drei Jahre lang die Kunstkammer in Berlin. Inzwischen produziert er zudem Musik auf selbstkonstruierten Klangapparaten und schreibt, vielmehr baut, in seiner eigenwilligen Weise Lyrik. Für Albrecht Fersch ist Kunst etwas Alltägliches, denn sie lauert überall. So gründete er 2017 gemeinsam mit seiner Frau Lilla von Puttkamer die Geopoeten zur Schaffung und Auffindung von Situationspoesie. Es macht ihm Freude, auf seiner Lebensreise neue Spielräume zu erforschen, Besucher*innen in ungewohnte Welten zu entführen und das Kind im Erwachsenen zu wecken. Für seine Arbeit erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen und Stipendien.

FiFis Platte - die ganze Welt zuhause 19.09.2021 - 30.10.2021

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FiFis Platte.

Die Namensschilder im Ostseeviertel müssten eigentlich ergänzt werden, denn da lebt Frau Müller mit Hasso, Herr Van Bo mit Pauo und Petra mit Kuschel. Und da sind auch die ungewollten Tiere, die Menschennähe suchen und lieben. Mücken, Ratten, Schnecken und Spinnen, die gemeinsam mit 60.000 Menschen im Ostseeviertel existieren. Hier ist die ganze Welt zuhause.

Die Künstlerin Susanne Bosch hat FiFi, das geliebte Haustier an ihrer Seite und möchte wissen, wie sich das Zusammenleben so unterschiedlicher Lebewesen gestaltet. Sechs Wochen lang streift sie im September und Oktober 2021 durch das Ostseeviertel, besucht Menschen und ihre Tiere und lädt Freitag nachmittags zu sechs Veranstaltungen auf den Brunnenplatz ein. Ihr Treffpunkt ist in der Bodenzeichnung von Fifis Dreiraumwohnung. Hier erleben wir wöchentlich Geschichten aus FiFis Plattenleben. Die Geschichten können wir auf dem Brunnenplatz in FiFis Platte miterleben, oder auf dem Blog www.fifisplatte.de nachverfolgen. Die Filme finden Sie auf YouTube und in vielen örtlichen Institutionen.

„FiFis Platte“ entsteht in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Ulrike Zimmermann und dem Kommunikationsdesigner Christian Gaunersdorfer. Susanne Bosch entwickelt mit ihnen zusammen die Onlinepräsenz „FiFis Platte“ und Videominiaturen, in denen FiFi Woche für Woche aus ihrer Platte Geschichten rund um Mensch, Tier und das Ostseeviertel erzählt.

Treffpunkt Brunnenplatz

in Planung:
Freitag 24. September: Mensch mit Haustier. Das vorständige Nachbarschaftsfoto
16-18 h: Gruppenfoto – Anwohner*innen mit ihren Haustieren.

Freitag 1. Oktober: Siam aus Siam?
16-19 h: Erzählcafé mit Gästen. Die Migrationsgeschichten von Menschen und Tieren. Wo decken sich Migrationsbewegungen von Tieren und Menschen?

Freitag 8. Oktober: Ein Tierleben ist kein Wunschkonzert
15-19 h: Wanderung
Station 1: Die Tiertafel am Prerower Platz (angefragt)
Station 2: Das größte Tierheim Europas mit angrenzendem Friedhof (angefragt).

Freitag 15. Oktober: Wer macht den Käfig sauber?
Freitag Nachmittag. Hegen, pflegen und sorgen. Wir lernen die Knirpsenfarm (angefragt) kennen.

Freitag 22. Oktober: Vom Jagen und gejagt werden
Freitag Nachmittag begleiten wir Kammerjäger*innen (angefragt) und lernen zum Beispiel das Forstamt Köpenick kennen. Was machen wir mit ungewollten Lebewesen?

Freitag 29. Oktober: Gibt es Eigentum an Lebewesen?
Abschlussfest 15-18 h Tierrechtler*innen, Vertreter*innen von Politik und Ethikrat treffen sich in der Dreiraumwohnung auf dem Brunnenplatz. Danach Abschlussfest.

Die Künstlerin Susanne Bosch

Susanne Bosch
Bild: Ulrike Zimmermann

Kunst ist meine Praxis, um über soziale, politische und historische Ereignisse in Dialog zu treten; die Schnittfläche, an der ich mit ästhetischen Formen alternativen Umgang mit gegebenen Verhältnissen erprobe. Als “Schnittstellen-Aktivistin” arbeite ich an Langzeitfragen, die sich mit Demokratiebegriffen und nachhaltiger Zukunft beschäftigen. Meine Arbeiten über gesellschaftliche Visionen und Beteiligungsmodelle führen mich in letzter Zeit nach Palästina, Osnabrück, Neapel, Belfast, Dublin, Madrid, Liechtenstein und 2020 für das Projekt „Solidarity Crunch Zones“ in die Villa Massimo nach Rom (www.susannebosch.de). Aktuell habe ich eine Kunst am Bau Arbeit zur Thematik Kritische Kartografie, Partizipation und Nachbarschaft im Haus der Jugend am Nauener Platz, Berlin Mitte-Wedding realisiert und freue mich über die Einladung für temporäre Kunst im Stadtraum Lichtenberg-Berlin im Herbst 2021.