Der Bezirk Lichtenberg erhält für zwei weitere Jahre die Auszeichnung als „Fairtrade-Town“. Mit dem Titel zeichnet der gemeinnützige Verein Fairtrade Deutschland e.V. Städte und Kommunen aus, die sich in besonderem Maße für den fairen Handel engagieren.
Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Nachhaltigkeit und Fairness sind für uns wichtige Grundwerte, die wir in den vergangenen Jahren fest in Lichtenberg verankert haben. Die erneute Auszeichnung zeigt, dass sich dieses Engagement gelohnt hat. Wir freuen uns, so viele Engagierte in unserem Bezirk zu haben, die sich für den fairen Handel starkmachen. Ohne sie wäre das nicht möglich.“
Die zahlreichen Gastronomien und Einkaufsmöglichkeiten in Lichtenberg, die im Fairen Stadtplan Berlin zu finden sind, stellen einen wesentlichen Treiber des fairen Handels im Bezirk dar. Daneben thematisieren das Faire Frühstück im LichtPunkt – dem Pop-up Space im Allee Center – oder die Workshops an Lichtenberger Schulen gemeinsam mit der Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit e.V. verschiedene Aspekte des fairen Handels. Das Projekt „Fußball verbindet nachhaltig“ in Kooperation mit der Partnerkommune Maputo-KaMubukwana (Mosambik) und dem SV Lichtenberg 47, welches im Rahmen des Nachaltigkeitsprogramms der Host City Berlin zur UEFA EURO 2024 entstanden ist, stärkt den fairen Handel im Fußball.
Der Bezirk gehört seit 2024 zu den offiziellen Unterstützern der Fairtrade-Bewegung, die mit ihrem Engagement und einem breiten lokalen Bündnis den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördert. Möglich wird dies durch eine engagierte Steuerungsgruppe, in der sich Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammengeschlossen haben, um sich vor Ort für diesen stark zu machen und den Gedanken des fairen Handels in die Gesellschaft zu tragen.
Der Weg zum Fairtrade-Town-Titel basiert auf fünf Schritten: Ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) schafft Verbindlichkeit, ein lokales Fairtrade-Team bündelt Engagement, faire Produkte werden im Alltag im Bezirk sichtbarer, Bildungs- und Aktionsangebote machen Fairtrade erlebbar und gezielte Öffentlichkeitsarbeit bringt das Thema in die Stadtgesellschaft. Die Kriterien sind online unter: https://www.fairtrade-towns.de/mitmachen/kriterien einsehbar.
Seit 2009 vergibt der gemeinnützige Verein Fairtrade Deutschland e.V. den Titel Fairtrade-Town. Deutschlandweit wurden seither mehr als 940 Städte und Gemeinden ausgezeichnet. Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene, vernetzen wichtige Entscheidende miteinander und rücken eine faire öffentliche Beschaffung in den Fokus. Zudem bietet die Kampagne Städten und Gemeinden konkrete Möglichkeiten für die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – vor allem für das 12. Nachhaltigkeitsziel zu „Verantwortungsvollem Konsum und Produktion“. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter: https://www.fairtrade-towns.de/.