Am Freitag, 11. September 2026, um 17:00 Uhr sind Interessierte dazu eingeladen, an der Einweihung einer großformatigen Stele in Gedenken an die Entwicklung Alt-Hohenschönhausen in der Degnerstraße 30/32 in 13053 Berlin teilzunehmen. Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) und der Vorsitzende der Lichtenberger Gedenktafelkommission Manfred Becker weihen die Gedenktafel feierlich ein. Barbara Mewis, Mitglied der Gedenktafelkommission und Lokalhistorikerin, gibt eine kurze Einführung zu Thema.
Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Alle Lichtenbergerinnen und Lichterberger sind herzlich dazu eingeladen, der feierlichen Einweihung der Gedenktafel beizuwohnen und einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung Alt-Hohenschönhausens zu erhalten, die gesellschaftlich, kulturell und politisch bedeutend war und noch heute ist.“
Die Stele informiert in Wort und Bild darüber, wie sich vor über 100 Jahren aus dem heutigen Alt-Hohenschönhausen zunächst eine märkische Land- und Berliner Randgemeinde entwickelte. Ab 1920 wurde daraus ein Teil von Groß-Berlin. Über sechs Jahrzehnte war Hohenschönhausens Entwicklung eng mit dem Verwaltungsbezirk Weißensee verbunden. Die Gründung eines eigenen Stadtbezirkes 1985, die Entstehung von Neu-Hohenschönhausen und die Bezirksfusion mit Lichtenberg im Jahr 2001 ließen die Erinnerung an die städtischen Anfänge in den Hintergrund geraten.
Bis heute ist der in historisch kurzer Zeit vollzogene Wandel von Alt-Hohenschönhausen entlang der Degner- und Konrad-Wolf-Straße nachvollziehbar. In wichtigen Etappen zeigt die Gedenktafel die industrielle und städtische Geschichte, aber auch den politischen Wandel auf.
Die Anregung für eine Gedenktafel gab der bereits 1899 aufgenommene elektrische Straßenbahnbetrieb an der heutigen Degnerstraße. Erarbeitet wurde sie von der Lichtenberger Gedenktafelkommission, finanziert aus dem Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur und unterstützt von der Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin.