Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat dem Bezirksamt Lichtenberg mitgeteilt, dass die für die Errichtung einer Teilüberdachung der Tribüne in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ zugesagten Mittel aus dem Stadtumbau Ost in Höhe von 500.000 € zurückgezogen werden. Der Bezirk ist entschlossen, das Projekt dennoch umzusetzen und plant nun eine Finanzierung aus dem Sondervermögen für Infrastrukturinvestitionen. Die Ausschreibungen der Planungsleistungen erfolgen im dritten Quartal 2026, damit können die Planungen noch in diesem Jahr beginnen. Die Errichtung des nördlichen Zauns erfolgt parallel.
Bezirksstadträtin für Schule und Sport Sandy Mattes (SPD): „Die Rücknahme der Förderzusage durch die Senatsverwaltung ist für den Bezirk völlig unverständlich. Der Bezirk hat alle von ihm geforderten Unterlagen rechtzeitig und vollständig vorgelegt und ist bereit, mit der Umsetzung zu starten. Gleichzeitig hat die Senatsverwaltung angekündigt, mit der HOWOGE über eine Projektübernahme zu sprechen, auf Nachfragen hierzu jedoch nicht mehr reagiert und dadurch selbst das Projekt gefährdet. Dieses Verhalten empfinden wir als unkollegial und unverständlich.“
Bezirksstadträtin für Bauen, Stadtentwicklung und Facility Management Camilla Schuler (Die Linke): „Das Bezirksamt versucht seit Jahren, eine baurechtlich tragfähige Perspektive für das Stadion zu schaffen und eine umfängliche Entwicklung zu ermöglichen. Bei der HOWOGE-Arena ‚Hans-Zoschke‘ zieht die Änderung der Nutzung, ob baurechtlich oder betrieblich, einen ‚Neuantrag‘ für das gesamte Objekt nach sich. Neben den Forderungen der Liga gilt es also auch ganz handfeste baurechtliche Forderungen zu erfüllen. Dies betrifft zum Beispiel die sanitären Einrichtungen, die Errichtung von Stellplätzen für Fahrräder bzw. KfZ von Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder auch diverse Anpassungen der baulichen Substanz im Bestand, um Zuwegungen und Fluchtwege herzustellen oder zu sichern. Ich bin sehr stolz, dass wir als Bezirksamt trotz aller Herausforderungen eine Umsetzungsperspektive bieten können.“
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hatte in Aussicht gestellt, die bauliche Umsetzung der Tribünenüberdachung im Zuge einer Rahmenvereinbarung mit der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE zu übernehmen. Auf wiederholte Nachfragen des Bezirks zum Stand der Verhandlungen mit der HOWOGE kam keine Reaktion, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen teilte dem Bezirk stattdessen kürzlich mit, sie erwarte seine Zeitschiene zur Umsetzung des Projekts in eigener Verantwortung. Nachdem der Bezirk daraufhin diese Unterlagen vollumfänglich eingereicht und alles für die Umsetzung in eigener Verantwortung vorbereitet hatte, teilte die Senatsverwaltung ohne nähere Begründung mit, dass die Mittel aus dem Stadtumbau Ost für das Projekt zurückgezogen würden. Ein Widerspruch des Bezirks blieb bislang unbeantwortet.