Die multimediale Ausstellung „See my Story. Copyright by Madgermanes“ ist am Freitag, 29. Mai 2026, ab 18:30 Uhr im Kulturhaus Karlshorst in der Treskowallee 112, 10318 Berlin, zu sehen. Sie gibt in sechs Filmen und zwölf fotografischen Selbstporträts ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeitenden in der DDR – den sogenannten Madgermanes – eine Stimme. Im Anschluss an die Filmvorführung und Präsentation der Selbstporträts folgt ein moderiertes Gespräch. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Diese Ausstellung ist ein wichtiger Schritt, um das Erbe der mosambikanischen Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter in der DDR zu bewahren und ihre Geschichten für zukünftige Generationen sichtbar zu machen. Das Projekt soll nicht nur unsere Städtepartnerschaft zu KaMubukwana in Mosambik stärken, sondern auch den interkulturellen Dialog fördern.“
Zu Gast im Kulturhaus Karlshorst sind: Zeitzeuge Vicente Valentim, Professorin Dr. Marcia Schenck vom Fachbereich Globalgeschichte der Universität Potsdam und Eduardo Buanaissa, Vorstand des Landesnetzwerks Afrikanischer Vereine e.V. Die Moderation des Gesprächs übernimmt Sabine Felber, Projekt- und künstlerische Leitung. Interessierte können sich bis Freitag, 22. Mai 2026 unter der E-Mail-Adresse projekte@amz-berlin.de anmelden.
Etwa 20.000 Mosambikanerinnen und Mosambikaner arbeiteten in den 1970er- und 1980er-Jahren in der DDR, viele von ihnen mussten nach der Wende das Land wieder verlassen. 2025 fanden Workshops mit Madgermanes in Mosambik statt, die in der multimedialen Ausstellung „See my Story. Copyright by Madgermanes“ mündeten. Das Projekt widmet sich der Geschichte und dem Erbe der Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter. Die Ausstellung beleuchtet ihre Erfahrungen und trägt dazu bei, das kulturelle Verständnis und die Städtepartnerschaft Berlin-Lichtenberg und Maputo-KaMubukwana zu vertiefen, die seit 1995 besteht.