Das Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, zeigt eine Ausstellung zur kolonialen Geschichte des Bezirks. Sie eröffnet am Donnerstag, 30. April 2026 um 18:30 Uhr und ist danach bis zum 30. August 2026 zu sehen.
Kaum bekannt ist, wie sehr koloniale Strukturen im alltäglichen Leben in Lichtenberg verankert waren und gewirkt haben. In einer Werkstattausstellung präsentieren der Historiker Thomas Irmer und der Kurator Niels Prauser acht Lichtenberger Biografien, die auf unterschiedliche Weise als Akteurinnen und Akteure in das koloniale Geschehen in Afrika, Asien und Ozeanien eingebunden waren. Die Ausstellung im Museum Lichtenberg ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Gezeigt werden erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das fortlaufend erweitert und durch weitere Beispiele ergänzt wird. Die vollständigen Erkenntnisse sollen in einer Publikation des Museums veröffentlicht werden. So trägt das Projekt dazu bei, das Verständnis für eine Epoche der deutschen Geschichte zu vertiefen, die weitgehend aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwunden ist.
Zugleich erfährt die noch laufende Ausstellung „umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte“ nach einer kurzen Schließzeit vom 27. bis 29. April eine Ergänzung, indem die Ergebnisse einer Befragung der Besucherinnen und Besucher vorgestellt werden. Diese Ausstellung ist noch bis zum 16. August 2026 ebenfalls im Museum Lichtenberg zu sehen.