Am Samstag, 07. März 2026 wurde auf dem Teich des Tierheimgeländes eine tote Graugans aufgefunden und geborgen. Bei dem Tier handelt es sich um einen Wildvogel. Zu den näheren Umständen des Todes liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Sobald das Untersuchungsergebnis vorliegt, wird über das weitere Vorgehen informiert.
Die Graugans wurde noch am selben Tag beprobt und die Probe zur weiteren Untersuchung in das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) verbracht. Ein Ergebnis und daraus resultierende mögliche weitere Maßnahmen werden in Kürze erwartet.
Hintergrund der Untersuchung ist die weiterhin angespannte Lage hinsichtlich der für die Tiere lebensbedrohlichen aviären Influenza (HPAI, Geflügelpest). Nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wird das Risiko für Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln in Deutschland weiterhin als hoch bewertet (Stand: März 2026). Aufgrund der starken Viruszirkulation in der Wildvogelpopulation – insbesondere bei Kranichen und Wildgänsen – besteht ein signifikantes Risiko eines Viruseintrags in Geflügelhaltungen, sowohl durch direkten Kontakt mit Wildvögeln als auch durch indirekte Übertragungswege über kontaminierte Flächen.
Bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse wurden die Biosicherheitsmaßnahmen für sämtliche im Tierheim gehaltenen Vögel vorsorglich erhöht. Zudem kann es erforderlich sein, vor Ort weitere Proben zu entnehmen. In diesem Zusammenhang kann es bis zur abschließenden Klärung der Situation zu Verzögerungen bei der Aufnahme oder Vermittlung von Vögeln aus oder in das Tierheim Berlin kommen.