Der Bezirk Lichtenberg erinnert alljährlich am 13. März an die Opfer der Märzkämpfe von 1919. In Gedenken an die Ereignisse der Revolution von 1918/19 auf Lichtenberger Gebiet wurde auch die sogenannte „Blutmauer“ im heutigen Rathauspark an der Möllendorffstraße errichtet. An dieser Stelle, auf dem damaligen Gemeindefriedhof, wurden am 12. und 13. März 1919 zwölf Personen von Angehörigen des Freikorps Lüttwitz ermordet, nachdem sie ein provisorisches Standgericht verurteilt hatte.
In Lichtenbergs Straßen erreichten die Auseinandersetzungen zwischen Verfechtern von Zielen, die über die Ergebnisse der Revolution 1918 hinausgingen, und den von der SPD-Regierung beauftragten Militäreinheiten ihren gewaltsamen Höhepunkt. Mit dem Rückzug der Spartakisten und der sie in großen Teilen unterstützenden Lichtenberger Bevölkerung endete am 13. März 1919 an der Möllendorffstraße der Widerstand gegen die militärische Übermacht der Freikorpsverbände. Es folgten zahlreiche Hinrichtungen und willkürliche Morde, die in ganz Berlin 1.200 Menschenleben forderten. Zur Erinnerung an dieses Ereignis sind an der „Blutmauer“ zwei Gedenktafeln angebracht, die namentlich an die Opfer erinnern.