Das Bezirksamt Lichtenberg sorgt für die Wiederherstellung der zehn gestohlenen Grabplatten in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde an der Gudrunstraße 20, 10365 Berlin. Seit dem 3. Dezember 2025 wird an der Erneuerung im inneren Rondell um den großen Stein gearbeitet.
Die neuen Grabplatten wurden aus Aluminium gefertigt und anschließend mit einer bronzefarbenen Oberfläche versehen. Die Kosten für die Wiederherstellung belaufen sich auf insgesamt 19.040 Euro. Mit rund 6.500 Euro aus Spendengeldern hat der Förderkreis „Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V.“ den Teil der Kosten übernommen, der nicht aus bezirklichen Unterhaltungsmitteln finanziert werden konnte.
Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz, Filiz Keküllüoğlu (Bündnis 90/Die Grünen): „Es ist uns ein großes Anliegen, die Gedenkstätte der Sozialisten in ihrem ursprünglichen Zustand zu bewahren. Die Unterstützung des Förderkreises und die großzügige Spende zeigen, wie wichtig das kollektive Gedenken für uns alle ist. Mit der Wiederherstellung der Grabplatten setzen wir ein Zeichen der Erinnerung und Wertschätzung für die Geschichte unseres Bezirks.“
Holger Hübner, Vorstand Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde: „Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen unserem Spendenaufruf gefolgt sind und wir mit gesammelten Spendengeldern einen erheblichen Beitrag zur Wiederherstellung der Anfang März gestohlenen Grabtafeln im inneren Rondell der Gedenkstätte leisten können.“
Der Förderkreis hatte einen Spendenaufruf gestartet, der auf große Resonanz stieß. Insgesamt kamen fast 8.500 Euro zusammen. Der Restbetrag in Höhe von 2.000 Euro wird nun zweckgebunden für die Beseitigung weiterer Schäden im Zusammenhang mit dem Diebstahl eingesetzt. Die Firma Bildgießerei Seiler GmbH hat Erstellung und Einbau der Tafeln übernommen.
Die große Gedenktafel im Rondell der Gedenkstätte ist im Sommer 2025 im Auftrag des Förderkreises von sichtbaren Schäden befreit und fachgerecht von der Firma steinfest GbR restauriert worden. Sie wurde am 17. Oktober 2025 der Öffentlichkeit übergeben. Die Kosten in Höhe von etwas über 19.350 Euro beglich der Förderkreis aus Mitgliedsbeiträgen, vor allem aber aus Spenden, die in den vergangenen Jahren gesammelt wurden.