Schwammstadt Berlin: Untersuchung zur Versickerung von Niederschlagswasser an 24 Schulstandorten

Pressemitteilung vom 27.11.2025

Das Bezirksamt Lichtenberg hat Fördermittel in Höhe von rund 203.000 Euro eingeworben, um Untersuchungen zur Versickerung von Niederschlagswasser an 24 Schulstandorten im Bezirk zu finanzieren. Zusammen mit rund 19.000 Euro an Eigenmitteln kosten die Untersuchungen rund 222.000 Euro. Die Fördermittel wurden für den Zeitraum vom 6. Januar bis zum 31. Dezember 2025 bewilligt. Zeitraum der Untersuchungen: Mai bis Dezember 2025.

Bezirksstadträtin für Schule und Sport, Sandy Mattes (SPD): „Die Untersuchungen sollen an 24 ausgewählten Lichtenberger Schulstandorten ermitteln, an welchen Stellen Niederschlagswasser – statt in die Kanalisation der Berliner Wasserbetriebe eingeleitet zu werden – komplett vor Ort versickern kann, etwa durch Dachentwässerungen. So könnte das Grundwasser angereichert werden, was zur Stärkung der Resilienz des Berliner Stadtgrüns beiträgt. Dort, wo es möglich und praktikabel ist, kann das Niederschlagswasser auch für die Bewässerung gesammelt werden. Damit tragen unsere Schulstandorte zur Schwammstadt bei, was ich sehr begrüße.“

Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz, Filiz Keküllüoğlu (Bündnis 90/Die Grünen): „Die Analyse bringt uns unserem Ziel näher, Lichtenberg zu einer klimaresilienten und ressourcenschonenden Stadt zu transformieren. Als Umweltstadträtin habe ich mit großer Freude die entsprechende Verwaltungsvereinbarung am 2. Januar 2025 mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt abgeschlossen, wodurch die BENE-2-Fördermittel nun in unsren Bezirk fließen. Dieses Projekt zeigt, wie wir innovative, nachhaltige Lösungen umsetzen können – insbesondere an unseren Schulstandorten, die einen wichtigen Beitrag zur Entsiegelung und Klimaresilienz leisten. Ich danke für die gute Zusammenarbeit mit dem Schul- und Sportamt, und besonders dem Straßen- und Grünflächenamt für ihr außergewöhnliches Engagement. Nun hoffe ich auf eine erfolgreiche Fortsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts, das nicht nur unsere Infrastruktur verbessert, sondern auch den Schüler:innen vor Ort das Thema nachhaltige Stadtentwicklung näherbringt.“

Die Fördermittel werden zunächst für eine professionelle Analyse eingesetzt: zu planerischen Randbedingungen, technischen Lösungsvorschlägen und Kostenschätzungen für notwendige Baumaßnahmen unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Baugrundgutachten, Aussagen vom Umweltatlas Berlin, Leitungsplänen, Kampfmittelauskünften und Flächengrößen der Liegenschaften. In einem zweiten Schritt sollen Mittel für Baumaßnahmen für die Versickerung oder Sammlung von Niederschlagswasser beantragt und ebensolche geplant und ausgeführt werden. Die Anzahl der noch zu beantragenden Baumaßnahmen hängt von den zur Verfügung stehenden Mitteln für den Eigenanteil ab.

Mit der Analyse und Ausarbeitung der Gutachten wurde das Büro Drees & Sommer SE beauftragt. Die 24 Schulstandorte wurden in Zusammenarbeit mit der Berliner Regenwasseragentur ausgewählt. Dabei waren unter anderem folgende Auswahlkriterien entscheidend: Vorhandensein von großen versiegelten Flächen, Durchlässigkeit des Untergrundes, Flurabstand zum zu erwartenden mittleren höchsten Grundwasserstand (zeMHGW) und Auswirkungen von Starkregenereignissen.

Finanziert wird das Projekt zu 80% durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und zu 20% vom Land Berlin im Rahmen des Berliner Programms für nachhaltige Entwicklung 2 (BENE 2) der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.