Die Skulptur der Künstlerin Erika Klagge an der Kreuzung Rhinstraße/Alt-Friedrichsfelde in Berlin Lichtenberg wurde restauriert. Nach Beseitigung von Rostschäden aus bezirklichen Mitteln ertrahlt die Skulptur nun in frischem Blau. Wegen ihrer ultramarinblauen Farbe wird die Skulptur von den Lichtenbergern gern das „blaue Band“ genannt. Die Farbe ist auch als „Berliner Blau“ bekannt. Seit 2001 ziert die Stahlskulptur die Mittelinsel zwischen den Fahrstreifen von Alt-Friedrichsfelde stadteinwärts.
Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Viele Nachbarinnen und Nachbarn haben lange darauf gewartet und auch unsere Bezirkspolitik hat eine Restaurierung immer wieder angeregt. Nun ist es soweit: Das Blaue Band erstrahlt endlich wieder im vollen Glanz.“
Das Kunstwerk besteht aus Flachstahlbändern, die als verschlungenes Gebilde eine Seitenlänge von je 3,70 Meter erreichen. Die Künstlerin ließ sich vom Ort inspirieren: Wo sich auch heute viele Wege überschneiden, treffen alte Handelsrouten aufeinander. Sie fand es reizvoll, ein Objekt inmitten einer belebten großen Kreuzung zu stellen, erzählt die Künstlerin. Sie erdachte eine Skulptur nach dem Prinzip des Möbius-Bands: eine Endlos-Schleife als Markierung auf einem Verkehrknotenpunkt, inmitten der permanenten Bewegungen von Fußgängern, Radfahrern, Autos und Bussen, LKWs und Straßenbahnen.
Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs „Markierungszeichen“ von 1997 lud das Bezirksamt Berlin-Lichtenberg fünf Künstlerinnen und Künstler zu einem Wettbewerb für die Gestaltung der Kreuzung ein. Der Entwurf von Erika Klagge wurde von einer Fachjury ausgewählt.
Die Künstlerin Erika Klagge stammt aus Hamburg. Sie lebt und arbeitet seit 1983 in Berlin im Bereich Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum. Sie entwirft und baut sehr unterschiedliche ortsbezogene Objekte und Installationen. Dazu gehören die Oberfächengestaltung einer Wohnungstür, einen glitzernden Schriftzug auf dem Dach einer Eissporthalle oder eine digitale Schulzeitung als partizipatorisches Projekt.
Die Restaurierung des Kunstwerkes wurde in der bezirklichen Kommission Kunst am Bau und im Stadtraum beschlossen. Dort wurde eine Prioritätenliste erarbeitet, die restaurierungsbedürftige Kunstwerke im öffentlichen Raum erfasst. Aus dieser Priorisierungsliste werden die einzelnen Projekte ausgewählt.