Drei Jahrzehnte gelebte Partnerschaft: Lichtenberg und Maputo-KaMubukwana entfristen Vereinbarung

Pressemitteilung vom 08.09.2025

  • Rui Matus, Bezirksbürgermeister von KaMubukwana, Maputo und Martin Schaefer, Bezirksbürgermeister Lichtenberg von Berlin

    Rui Matusse, Bezirksbürgermeister von KaMubukwana, Maputo und Martin Schaefer, Bezirksbürgermeister Lichtenberg von Berlin

  • Rui Matus, Bezirksbürgermeister von KaMubukwana, Maputo und Martin Schaefer, Bezirksbürgermeister Lichtenberg von Berlin

    Delegation u.a. mit Rui Matusse, Bezirksbürgermeister von KaMubukwana, Maputo, Bezirksbürgermeister Martin Schaefer und Mitglieder des Bezirksamtes

Die Bezirke Berlin-Lichtenberg und Maputo-KaMubukwana in Mosambik bekräftigen ihre seit dem Jahr 1995 bestehende Städtepartnerschaft: Mit der Entfristung der Partnerschaftsvereinbarung und einem neuen gemeinsamen Projekt setzen beide Kommunen ein starkes Zeichen für nachhaltige Zusammenarbeit und Solidarität. Die feierliche Unterzeichnung fand am Freitag, 5. September 2025 im Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, statt.

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Die lebendige Partnerschaft zwischen Maputo-KaMubukwana und Lichtenberg ist ein gutes Beispiel dafür, wie internationale Zusammenarbeit und globales Verantwortungsbewusstsein funktionieren – getragen von zivilgesellschaftlichem Engagement und dem Wunsch, globale Herausforderungen lokal gemeinsam anzugehen. Auch nach 30 Jahren bleibt diese Partnerschaft ein zentrales Element der internationalen Beziehungen Lichtenbergs: mit starkem Rückhalt in der Bevölkerung und neuen Impulsen für die Zukunft.“

Die Städtepartnerschaft zwischen Lichtenberg und KaMubukwana wurde 1995 auf zivilgesellschaftliche Initiative ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, langfristige Solidarität und gegenseitiges Lernen über Grenzen hinweg zu fördern. Anlässlich des Jubiläums haben die Partnerstädte das ursprünglich befristete Städtepartnerschaftsabkommen dauerhaft entfristet. Damit unterstreichen beide Seiten ihren Willen, die partnerschaftlichen Beziehungen auch in Zukunft aktiv weiterzuentwickeln.

Ein Beispiel der Zusammenarbeit ist das jüngste gemeinsame Projekt „Klimawandelanpassung der städtischen Landwirtschaft mit Fokus auf Prävention und Management von Bodenversalzung in Maputo-KaMubukwana“. Im Rahmen der Methodik der Farmer Field Schools trafen sich jüngst Kleinbauern und -bäuerinnen sowie Fachleute aus Wissenschaft, Agrarberatung, Verwaltung und Politik aus Lichtenberg und KaMubukwana auf den Feldern vor Ort in Mosambik. Dort erprobten sie gemeinsam Methoden, um die landwirtschaftlichen Erträge zu sichern und einen Beitrag zur globalen Ernährungssouveränität zu leisten. Der lebendige Austausch eröffnete neue Perspektiven auf das globale Thema der steigenden Bodenversalzung. Besonders deutlich wurde, wie eng die Herausforderungen des Klimawandels miteinander verwoben sind. Viele der beteiligten Forschenden brachten ihre eigene bäuerliche Herkunft ein – mit dem Ziel, praxisnahe Lösungen durch wissenschaftliche Erkenntnisse zu entwickeln.

Die Partnerschaft zwischen beiden Stadtbezirken zielt auf eine langfristige entwicklungspolitische Zusammenarbeit ab. Der Fokus liegt auf Umweltprojekten, Austauschprogrammen und der Förderung zivilgesellschaftlicher Strukturen.