„Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte“ lautet der Titel der neuen Ausstellung im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin. Die Schau zeigt, wie politische und gesellschaftliche Veränderungen in Straßenbenennungen sichtbar werden. Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über die Geschichte der Namen, den rechtlichen Rahmen und die Frage, wer über öffentliches Gedenken entscheidet.
Die Leiterin des Amtes für Weiterbildung und Kultur im Bezirksamt Lichtenberg, Daniela Bell, eröffnet die Ausstellung am Donnerstag, 10. Juli 2025 um 18 Uhr. Danach wird sie bis April kommenden Jahres zu sehen sein. Das Museum Lichtenberg ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Straßennamen spiegeln Geschichte, politische Umbrüche und gesellschaftliche Debatten wider. Benennungen und Umbenennungen sind Ausdruck dafür, wie sich Erinnerung im öffentlichen Raum manifestiert. Auch in Lichtenberg wurden Straßennamen immer wieder verändert, sei es infolge politischer Machtwechsel oder eines veränderten gesellschaftlichen Werteverständnisses. Diese Prozesse sind meist von kontroversen, oft emotionalen Diskussionen begleitet.
Die Ausstellung ist Teil eines berlinweiten Projekts des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen, an dem sich das Museum Lichtenberg beteiligt. Ein vielfältiges Begleitprogramm mit Stadtführungen, Filmabenden und Diskussionsveranstaltungen bietet vertiefende Einblicke und lädt zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema ein.