Namensfest in der May-Ayim-Schule

2025-05-22-pm-namensfest_bild2-ba-lichtenberg.jpg

Kika-Moderator Matondo Castlo, die Wegbegleiterin von May Ayim, Regina M. Banda Stein und Schulleiter Dr. Alexander Westphal beim Namensfest (v.l.n.r.)

Pressemitteilung vom 22.05.2025

Am Mittwoch, 21. Mai 2025 fand das Schulfest zur feierlichen Namensgebung der 13. Integrierten Sekundarschule, Storkower Straße 209 B in 10369 Berlin, in „May-Ayim-Schule“ statt. In einer Auswahlkommission aus Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern hatte sich die Schule für diesen Namen entschieden. Dem Wunsch entsprach der Bezirk bereits im September 2024 mit einem Beschluss des Bezirksamtes. Mit dem Namensfest wurde die Benennung nun in Anwesenheit von Sandy Mattes, Bezirksstadträtin für Schule und Sport sowie Bezirksbürgermeister Martin Schaefer gebührend gefeiert.

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU): „Junge Menschen an demokratischen Prozessen zu beteiligen und sie für diese zu begeistern, ist wichtiger denn je. Umso mehr freue ich mich, dass dies hier bei der Namensgebung so gut gelungen ist. Ein Name ist immer auch ein Statement – hier mit der Wahl der Namensträgerin May Ayim eines dafür, sich einzumischen gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung und aufzustehen für Vielfalt und Demokratie. Danke an alle Engagierten und Begleitenden!“

Bezirksstadträtin für Schule und Sport Sandy Mattes (SPD): „Gerade in den aktuellen Zeiten ist die Benennung nach May Ayim ein großartiges Zeichen gegen den Rassismus in unserer Gesellschaft. Auch wenn Rassismus immer ein Problem war, merken wir zurzeit, dass Dinge, die lange als nicht sagbar galten, wieder im öffentlichen Diskurs vorkommen. Der Schulname May Ayim sollte daher nicht nur ein Zeichen, sondern auch eine Aufforderung zum Handeln sein. Als Gesellschaft, aber auch als Einzelpersonen, dürfen wir das Thema Rassismus nicht wegschieben, sondern müssen uns immer wieder selbst reflektieren.“

May Ayim wurden 1960 in Hamburg geboren und war eine deutsche Dichterin und Aktivistin im Kampf gegen Rassismus. Sie war Gründungsmitglied der „Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland“ und vernetzt in der Internationalen Schwarzen Frauenbewegung. In ihrer Arbeit versuchte sie, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Erfahrung rassistischer Diskriminierung zum Alltag vieler Menschen in Deutschland gehört. Sie verstarb 1996 in Berlin. Am Namensgebungsfest der May-Ayim-Schule nahmen mehrere Initiativen aus dem Bereich Antidiskriminierung teil.