Aufruf zur Umsicht beim Einsatz von Mährobotern

Pressemitteilung vom 09.04.2025

Das Bezirksamt Lichtenberg ruft alle Bürgerinnen und Bürger zum umsichtigen Einsatz von Rasenmährobotern auf. Hintergrund ist eine zunehmende Zahl an verletzten oder getöteten Igeln, die von Mährobotern erfasst werden.

Das Bezirksamt empfiehlt dringend, auf den Einsatz von Mährobotern in den Abendstunden und in der Nacht zu verzichten und die Geräte ausschließlich tagsüber einzusetzen, um nächtliche Kollisionen mit Igeln und anderen Wildtieren zu vermeiden.

Filiz Keküllüoğlu, Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz (Bündnis 90/Die Grünen): „Der Braunbrustigel steht unter besonderem Artenschutz. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 44) ist es verboten, Wildtiere zu verletzen oder zu töten. Ein umsichtiger Einsatz von Mährobotern ist daher auch eine Frage der Verantwortung gegenüber unserer heimischen Tierwelt. Ich danke allen Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern, die mit ihrem Verhalten dazu beitragen, den Artenschutz im Bezirk aktiv zu unterstützen.“

Bereits im Frühjahr hat das Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg die Bezirksverbände der Kleingärtner über diese Problematik informiert. Die Verbände haben erste Maßnahmen zur Aufklärung unternommen.

Wie das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) berichtet, steigen die Fallzahlen verletzter Igel seit Einführung der automatischen Mähsysteme kontinuierlich an. Vor allem nachts – in der Hauptaktivitätszeit der Tiere – werden Igel von den Geräten nicht als Hindernis erkannt. Dies führt regelmäßig zu schweren Schnittverletzungen, Amputationen oder gar zum Tod der Tiere.

Weitere Informationen gibt es beim IZW unter: https://www.izw-berlin.de/de/pressemitteilung/wissenschaftliche-daten-zeigen-maehroboter-sind-eine-grosse-und-wachsende-gefahr-fuer-igel.html