Lichtenberg gedenkt Opfern der Märzkämpfe von 1919

Pressemitteilung vom 11.03.2025

Auf dem Bild sind umgestürzte Litfaßsäulen zu sehen, welche als Barrikaden genutzt wurden. Im Hintergrund ist eine sich verteilende Menschenmege zu sehen, welche von der Kamera wegläuft.

Die Barrikaden in der Frankfurter Allee, Ecke Möllendorffstraße nach den Märzkämpfen 1919

Das Bezirksamt Lichtenberg erinnert alljährlich am 13. März an die Opfer der Märzkämpfe von 1919. Die sogenannte „Blutmauer“ im Rathauspark an der Möllendorffstraße steht sinnbildlich für die Ereignisse der Revolution von 1918/19 auf Lichtenberger Gebiet. An dieser Stelle, auf dem ehemaligen Gemeindefriedhof, wurden im März 1919 Matrosen und Zivilisten durch Angehörige des Freikorps Lüttwitz ermordet, nachdem sie durch ein provisorisches Standgericht verurteilt worden waren. Das Bezirksamt Lichtenberg lädt deshalb zur Gedenkveranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) am Donnerstag, 13. März 2025, um 16:30 Uhr an der „Blutmauer“ ein.

In Lichtenbergs Straßen erreichten die Auseinandersetzungen zwischen Verfechtern von Zielen, die in der Revolution von1918 nicht erreicht wurden, und den von der SPD-Regierung beauftragten Militäreinheiten ihren gewaltsamen Höhepunkt. Mit dem Rückzug der Spartakisten und der von ihnen in großen Teilen unterstützten Lichtenberger Bevölkerung endete am 13. März 1919 an der Möllendorffstraße der Widerstand gegen die militärische Übermacht der Freikorpsverbände. Es folgten zahlreiche Hinrichtungen und willkürliche Morde, die in ganz Berlin rund 1.200 Menschenleben forderten. An der Friedhofsmauer wurden bei den Kämpfen zwölf Aufständische und Zivilisten erschossen. Zur Erinnerung an dieses Ereignis sind an der Mauer zwei Gedenktafeln angebracht, die die Opfer namentlich nennen.