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Internationaler Aktionstag „Gegen Gewalt an Frauen“

Pressemitteilung vom 20.11.2019

Zum Internationalen Aktionstag „Gegen Gewalt an Frauen“ setzt Lichtenberg auch in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

In Deutschland bergen die sogenannten „eigenen vier Wände“ das höchste Gewaltrisiko für Frauen. Doch Partnerschaftsgewalt ist nach wie vor ein Tabuthema für die Betroffenen und ihr Umfeld. Um eine Sensibilität für das Thema zu erreichen, lädt der Lichtenberger Frauenbeirat am Samstag, 23. November, von 10 bis 14 Uhr zu einem Frauenbrunch im Cafè Johann in der Weitlingstr. 70, 10317 Berlin (RBO- Inmitten gGmbH) ein. Dort informieren Vertreterinnen des Frauenbeirates und Akteurinnen aus der Anti-Gewaltarbeit über die Formen und Mechanismen von Partnerschaftsgewalt sowie über Hilfen für betroffenen Frauen und deren Kinder. Der Frauenbeirat möchte betroffene Frauen und auch Nachbarinnen und Nachbarn erreichen, um diese über die Rechtslage und deren Handlungsmöglichkeiten zu informieren.

Der Förderverein Normale Geburt e.V. greift die Kampagne „Roses Revolution“ über Gewalt während der Geburt auf und lädt ebenfalls am Samstag, 23. November, von 14 bis 18 Uhr im Familienplanungszentrum Balance, Mauritiuskirchstr. 3, 10365 Berlin zu einem Fachaustausch zum Thema: „ Die Würde der Gebärenden ist (un)antastbar – Gewalt unter der Geburt darf nicht sein!“ ein. Die Veranstaltung richtet sich mit verschiedenen parallelen Foren an Betroffene, werdende Eltern und Fachkräfte.

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) hisst außerdem am Montag, 25. November 2019, um 11.30 Uhr am Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, die berlineigene Anti-Gewalt-Flagge. Er lädt Bürgerinnen und Bürger, Projekte und Initiativen ein, mit ihm gemeinsam ein stadtweites Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen: „Gewalt geht uns alle an! An diesem Aktionstag wollen wir die Aufmerksamkeit auf die viel zu vielen Frauen richten, die immer noch Opfer von Gewalt werden. Wir wollen sie aus der Anonymität holen und das Thema auf die Agenda der Gesellschaft setzen.“

Hintergrund:
Auf der 83. Plenarsitzung am 17. Dezember 1999 verabschiedet die UN- Generalversammlung eine Resolution, die den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erklärte. Damals zeigte sich die Generalversammlung „beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und besorgt darüber, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern“. Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenktag das öffentliche Interesse für die Thematik geweckt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.
Am 1. Februar 2018 ist in Deutschland das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) in Kraft getreten. Das Land Berlin ist zuständig für die Umsetzung der Konventionsverpflichtungen in Berlin. Der Artikel 13 der Konvention verpflichtet die Konventionsstaaten dazu Kampagnen und Programme durchzuführen, um in der Öffentlichkeit das Verständnis für die verschiedenen Formen der Gewalt an Frauen und der Notwendigkeit, solche Gewalt zu verhüten, zu verbessern.

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Gleichstellungsbeauftragte
Majel Kundel
Telefon: (030) 90296-3320 | E-Mail