Der Mühlenradbrunnen sprudelt wieder – ein Stück Kiez lebt auf

Der Mühlenradbrunnen im Mühlengrund ist wieder in Betrieb.

Am 14. April 1986 wurde der Brunnen erstmals in Betrieb genommen. Geschaffen vom Metallbildhauer Achim Kühn, war er von Anfang an mehr als ein Kunstwerk. Er war Treffpunkt, Orientierungspunkt und ein Ort zum Verweilen. Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Platz.

Der Brunnen hatte es in seiner Geschichte nicht immer leicht. Ende der 1990er-Jahre wurde er stillgelegt. Erst durch das Engagement der Anwohner:innen und das beharrliche Drängen des Künstlers selbst konnte er 2014 umfassend saniert und wieder eröffnet werden. Das zeigte: Wenn sich Menschen für ihren Kiez einsetzen, bewegt sich etwas.

Zuletzt waren erneut Reparaturen notwendig. Vandalismus hatte Schäden hinterlassen. Das ist kein Kavaliersdelikt. Solche Orte gehören allen. Sie stehen für Lebensqualität und Zusammenhalt im Kiez.

Nun sprudelt der Brunnen wieder. Das Mühlenrad dreht sich und leuchtet in frischem Rot. Mein besonderer Dank gilt dem Straßen- und Grünflächenamt. Die Kolleg:innen koordinierten die Reparaturarbeiten, fanden Lösungen und packten am Ende selbst an. Als sich zeigte, dass das vollständige Lackieren nicht im ursprünglichen Auftrag enthalten war, übernahm der Bauhof diese Aufgabe und strich das Rad neu.

Auch die Sozialraumorientierte Planungskoordination leistete einen entscheidenden Beitrag. Sie steuerte die Abstimmungen mit allen Beteiligten und hielt das Projekt zusammen. Die Zusammenarbeit mit den Berliner Wasserbetrieben und der beauftragten Metallbaufirma funktionierte gut. Das zeigt, wie wichtig eingespielte Abläufe und klare Zuständigkeiten sind.

Ein starkes Zeichen setzte auch die Interessengemeinschaft Mühlengrund. Mit großem Engagement organisierte sie die Jubiläumswoche rund um den Brunnen. Ein Brunnenfest, Kiezspaziergänge und Filmvorführungen machten die Geschichte dieses Ortes erlebbar. Ich freue mich sehr, dass ich auf dem Brunnenfest am 17. April ein Grußwort halten und meinen Dank für das ehrenamtliche Engagement aussprechen konnte.

Mir ist wichtig, dass wir solche Orte im Blick behalten. Brunnen und Grünflächen sind Teil unserer sozialen Infrastruktur. Hier begegnen sich Menschen.

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