Mein Kiez im Rampenlicht in Neu-Hohenschönhausen

Mein Kiez im Rampenlicht neu Hohenschönhausen Titelbild

Am 9. Februar 2026 fand in der Anna-Seghers-Bibliothek die zweite Veranstaltung unserer Reihe „Mein Kiez im Rampenlicht“ statt. Zahlreiche Anwohner:innen nutzten die Gelegenheit, mit Vertreter:innen des Bezirksamts Lichtenberg ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Hinweise aus ihrem Alltag einzubringen.
Der große Zuspruch hat einmal mehr gezeigt: Den Menschen in Hohenschönhausen Nord ist ihr Kiez wichtig. Genau darum geht es bei diesem Format – um Austausch auf Augenhöhe, Transparenz und darum, konkrete Anliegen gemeinsam voranzubringen.

Zu Beginn habe ich die Themen vorgestellt, für die ich als Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz verantwortlich bin. Das Spektrum ist breit, doch im Kern geht es immer um Lebensqualität im Wohnumfeld: sichere Wege, gepflegte Grünflächen, verlässliche Ordnung und eine gute Entwicklung des Quartiers.
Hohenschönhausen Nord wächst, neue Wohnungen entstehen, bestehende Strukturen verändern sich. Viele Menschen erleben diese Entwicklung mit Aufmerksamkeit und auch mit Sorge. Mir ist wichtig, klar zu benennen, wo wir als Bezirk Einfluss nehmen können – und wo Rahmenbedingungen von anderen Ebenen gesetzt werden. Gleichzeitig arbeiten wir daran, dass Infrastruktur wie Spielplätze, Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität Schritt halten.

Ein zentrales Thema des Abends war die Verkehrssicherheit. Am Warnitzer Bogen wurde im Sommer 2025 eine Gehvorstreckung mit Bordabsenkung umgesetzt. Der Weg über die Straße ist nun sicherer, querende Personen sind besser sichtbar. Weitere Bordsteinabsenkungen, unter anderem in der Seehausener Straße sowie an der Ecke Dierhagener Straße und Barther Straße, verbessern die Barrierefreiheit. In der Wustrower Straße und in der Matenzeile wurden Wege instandgesetzt. Solche Maßnahmen sind oft klein im Umfang, aber groß in ihrer Wirkung für den Alltag.
Auch der Radverkehr wurde intensiv diskutiert. Die Radvorrangachse entlang der Hansastraße wird bezirksübergreifend realisiert; in Lichtenberg ist der Baubeginn für Sommer 2026 vorgesehen. Dabei achten wir darauf, die gewerblich geprägten Standorte mitzudenken. Ladezonen für Betriebe werden in der Planung berücksichtigt. Ziel ist ein sicherer Lückenschluss im Berliner Radnetz, der den Verkehr insgesamt entlastet.

Viele Wortmeldungen bezogen sich auf Grünflächen, Pflegezustand und Aufenthaltsqualität. Hohenschönhausen Nord verfügt über wertvolle Grünzüge, die für Erholung und Begegnung wichtig sind. Es geht um gut begehbare Wege, um Sitzgelegenheiten, um Schatten und Stadtnatur.
Besonders am Herzen liegen mir Kinder und Jugendliche. Spielplätze sind kein Beiwerk, sie sind Teil der sozialen Infrastruktur. 2023 haben wir den Spielplatz in der Zingster Straße und der Azubi-Spielplatz am Barther Hügel eröffnet. 2026 folgt die Neugestaltung des Spielplatzes in der Passower Straße unter dem Motto „One World – One Future“, gemeinsam mit Kindern aus umliegenden Schulen. Sonnensegel am Warnitzer Bogen und in der Helga-Hase-Straße sorgen dafür, dass Spiel auch an heißen Tagen möglich bleibt. Das Hundefreilaufgebiet in der Seehausener Straße konnte erhalten werden und trägt ebenfalls zur Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld bei.

Was Hohenschönhausen Nord besonders stark macht, ist das Miteinander. Ich freue mich, dass wir dieses Engagement als Bezirk auch sichtbar würdigen. 2023 haben wir den ersten Platz des Umwelt- und Naturschutzpreises an die Gemeinschaftsunterkunft in der Wartenberger Straße für ihr Projekt „Gemeinschaftsgarten“ vergeben. Dort wurde ein Garten geschaffen, der nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Insekten bietet, sondern auch ein soziales Netzwerk innerhalb der Unterkunft stärkt. Menschen kommen ins Gespräch, übernehmen Verantwortung und gestalten ihren Alltag gemeinsam. Der zweite Platz ging an den Grüner Campus Malchow für 30 Jahre „Umweltlehre“. Für dieses Fach wurde ein eigener Rahmenlehrplan entwickelt. In drei Jahrzehnten konnten rund 6.000 Schüler:innen für Umwelt- und Naturschutz sensibilisiert werden. Hier wird Umweltbildung konkret und wirkt über Generationen.
Auch 2024 haben wir das Engagement in Hohenschönhausen ausgezeichnet. BENN Wartenberg erreichte mit seinem Gartenprojekt am Hagenower Ring den zweiten Platz des Umwelt- und Naturschutzpreises. Dort entstand ein Gemeinschaftsgarten als Ort der Begegnung zwischen Bewohnenden der Gemeinschaftsunterkunft und Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Umfeld. Hochbeete, eine Kräuterspirale, ein Blühstreifen für Insekten und Komposter sind sichtbare Ergebnisse. Noch wichtiger ist jedoch das, was daraus entsteht: Austausch, gegenseitige Unterstützung und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für Natur und Nachbarschaft.

An den Thementischen zu Verkehrssicherheit, Grünanlagen, Baumpflege, Sauberkeit und öffentlicher Ordnung standen Kolleg:innen aus dem Umwelt- und Naturschutzamt sowie dem Ordnungsamt für konkrete Fragen zur Verfügung. Die Hinweise aus dem Kiez nehmen wir mit in unsere tägliche Arbeit. „Mein Kiez im Rampenlicht“ lebt vom Dialog. Wir hören zu, wir ordnen ein und wir setzen um, wo es möglich ist. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass Hohenschönhausen Nord sicherer, grüner und lebenswerter wird.

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