Mein Kiez im Rampenlicht – Lichtenberg Nord

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Am 19. Januar 2026 habe ich gemeinsam mit Kolleg:innen aus dem Bezirksamt die Wanderausstellung „Mein Kiez im Rampenlicht“ eröffnet. Gestartet sind wir in Lichtenberg Nord mit Stationen zu Fennpfuhl, Alt-Lichtenberg und Frankfurter Allee Süd.

Zu Lichtenberg Nord habe ich über meine Zuständigkeit hinaus einen persönlichen Bezug. Mein Arbeitsplatz ist das Rathaus und ich lebe hier im Gebiet. Ich bewege mich hier. Ich bin Teil dieser Nachbarschaft. Ich jogge im Landschaftspark Herzberge. Ich genieße unseren wunderschönen Fennpfuhlpark oder den von uns in 2025 umgebauten Rudolf-Seiffert-Park.

Und ich fahre gern Fahrrad. Ich freue mich über die von uns relativ frisch gebauten sicheren Radverkehrsanlagen in der Siegfriedstraße und der Scheffelstraße. Und freue mich auch als Anwohnerin über die spürbare Verkehrssicherheit im Alltag.

Die Sozialraumorientierte Planungskoordination (SPK) hat zentrale Daten vorgestellt. Altersstruktur, Erwerbstätigkeit, Armutsrisiken, die Situation von Kindern und Jugendlichen und auch der Motorisierungsgrad. Für einige im Raum war überraschend, dass die Zahl der Autos in ihrem Wohngebiet gesunken ist.

Der Raum war voll. Das zeigt mir: Den Lichtenberger:innen ist ihr Kiez wichtig.

Ich bin an dem Abend mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Es ging um Sauberkeit, Verkehrsberuhigung, Bäume und die Pflege unserer Parks. Genau diese Hinweise sind gewinnbringend für unsere Arbeit.

Lichtenberg Nord wächst. Es wird gebaut. Wohnungen, aber auch Kitas, Spielplätze, Parks. Mit dem Wandel kommen konkrete Fragen: Wie bewegen wir uns sicher durch den Kiez? Wie nutzen wir Grünflächen, ohne sie zu überlasten? Wie erklären wir Veränderungen nachvollziehbar?

Mir ist wichtig, zuzuhören und offen zu sagen, was geht und was Zeit braucht. Der FAN-Beirat, der Mieterbeirat FAS und Kiezblock Alt-Lichtenberg sind dafür wichtige Partner:innen.

Wir haben in Lichtenberg viel bewegt, was die Menschen konkret im Alltag spüren.

In der Gotlindestraße entwickeln wir den ehemaligen Friedhof behutsam weiter. Alte Bäume bleiben, Wege werden barrierefrei, der Ort wird zugänglich für ruhige Erholung. Der Baustart ist für 2026 geplant, zentral ist die Sanierung der Friedhofsmauer.

In der Gudrunstraße arbeiten wir an einer Wohnstraße, die sicherer und grüner werden soll. Die Menschen vor Ort haben uns erzählt, dass sie sich mehr Bäume und sichere Querungen wünschen. Die Idee von einem neuen kleinen Kiezplatz an der Fanningerstraße kam auch gut an. Die Planung läuft weiter, die bauliche Umsetzung folgt voraussichtlich ab 2028.

Beim Verkehr geht es mir vor allem um Sicherheit. Für Kitas und Schulen haben wir Tempo-30-Abschnitte verlängert, Gehwegvorstreckungen markiert, Poller gesetzt und Querungen verbessert. In der Schottstraße ist der Zebrastreifen fertig geplant. Die Mittel zur Umsetzung haben wir bereits letztes Jahr von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt beantragt. Ich setze mich dafür ein, dass die Umsetzung 2026 erfolgt.

Auch der Radverkehr kommt voran. In der Siegfriedstraße und der Scheffelstraße haben wir Netzlücken geschlossen. Insgesamt haben rund zwei Kilometer sichere Radwege (in die eine Richtung) gebet, dazu bessere Querungen für den Fußverkehr z.B. zum Stadtpark hin.

Unsere Grünflächen bleiben ein Schwerpunkt. Den Vorplatz des Fennpfuhlparkes haben wir entsiegelt, Schatten geschaffen und Regenwasser vor Ort gehalten. Rund 200.000 Euro für Klimaanpassung, sichtbar im Alltag. Das Katzenwäldchen an der Frankfurter Allee Süd werten wir derzeit auf; der Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität kam vom Mieterbeirat FAS; und wir setzen nun diesen Wunsch um. Kleine Orte können viel bewirken.

Bei den Spielplätzen haben wir Sonnensegel, barrierefreie Angebote und einen neuen Wasserspielplatz in der Wilhelm-Guddorf-Straße umgesetzt. Hier hat der Bezirk über eine Million Euro investiert.

Mein Fazit: Wir haben viel erreicht. Sichere Wege, mehr Grün, bessere Aufenthaltsqualität. Und wir haben noch einiges vor. Ich bleibe dran. Im Gespräch mit Ihnen. Vor Ort im Kiez. So entsteht Lebensqualität in Lichtenberg Nord.

Der nächste Termin der Wanderausstellung „Mein Kiez im Rampenlicht“ steht fest: 9. Februar 2026 um 17 Uhr in Hohenschönhausen Nord, in der Anna-Seghers-Bibliothek im Lindencenter. Kommen Sie gern vorbei.

Kontakt

Rathaus Lichtenberg
Möllendorffstr. 6
10367 Berlin