Verkehrsuntersuchung im Weitlingkiez – Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Weitlingkiez

Die Erhebung bildet die Grundlage für die verkehrsplanerische Entwicklung des Weitlingkiezes mit dem Ziel einer verbesserten Verkehrssicherheit

Das Bezirksamt beauftragte Ende September 2025 ein Ingenieurbüro mit einer umfassenden Bestandsuntersuchung im Weitlingkiez. Ziel der Verkehrsuntersuchung ist es, die Bereiche mit erhöhten Verkehrsbelastungen, Gefahrenstellen und potenzielle Konfliktpunkte zu identifizieren. So können anschließend Verbesserungsmöglichkeiten für die Verkehrssicherheit abgeleitet werden. Der Schwerpunkt liegt auf den Straßen des untergeordneten Straßennetzes, die in der Zuständigkeit des Bezirks liegen.
Die Beteiligung der Anwohnenden und Gewerbetreibenden sowie weiterer Akteur:innen, wie etwa Kita- und Schulgemeinschaften, Sozialeinrichtungen wie Jugendklubs und Beratungsstellen und der Zivilgesellschaft ist dabei von zentraler Bedeutung. (Siehe BVV Beschluss vom 17.11.2022: DS 0353 IX).

Mehr Information zur Untersuchung und Beteiligung finden Sie hier.

Die Untersuchung bildet die Grundlage für mögliche künftige verkehrsplanerische Maßnahmen, die in einem späteren Schritt abhängig von den Untersuchungsergebnissen in einem umfassenden Verkehrskonzept weiterentwickelt werden.

  • 1. Warum findet die Verkehrsuntersuchung im Weitlingkiez statt?

    Der Anlass für die Untersuchung ist der Einwohner:innenantrag “Platz für Menschen statt Durchgangsverkehr”, den die Bezirksverordnetenversammlung im November 2022 beschlossen hat (DS/0353/IX).

    Der Auftrag an das Bezirksamt lautet: den Durchgangsverkehr verringern und die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Untersuchung soll feststellen, wo im Kiez besonders Verkehrsbelastungen bestehen und wo es Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Verkehrssicherheit gibt. Mithilfe der Untersuchung soll eine zuverlässige Grundlage geschaffen werden, um in Zukunft Maßnahmen zu Verbesserungen der Verkehrssicherheit und verkehrliche Anpassungen abzuleiten.

  • 2. Was wird im Rahmen der Verkehrsuntersuchung genau gemacht?

    Das Bezirksamt Lichtenberg hat ein Ingenieurbüro mit einer umfassenden Verkehrsuntersuchung im Weitlingkiez beauftragt. Das Ingenieurbüro führt eine gründliche Analyse der Verkehrsströme und verkehrlichen Herausforderungen im Weitlingkiez durch. Dabei werden unter anderem folgende Aspekte untersucht:

    • Verkehrserhebung: Einholen und Auswerten bereits vorhandener Zähldaten der Verkehrsmengen im Kiez, Durchführung umfangreicher eigener Erhebungen an Knotenpunkten sowie an ausgewählten Strecken zur Ermittlung des Durchgangsverkehrs.
    • Verkehrstechnische Unterlagen: Einholen aktueller verkehrstechnischer Unterlagen der Lichtsignalanlagen, Abgleich mit der tatsächlichen Verkehrssituation vor Ort, Überprüfung der Leistungsfähigkeit.
    • Unfallanalyse: Analyse von Unfalldaten und Auswertung zur Ermittlung von Unfallhäufungsstellen.
    • Parkraumerhebung: Erfassung der Parkraumauslastung zu verschiedenen Tageszeiten (vormittags, nachmittags und spätabends an zwei repräsentativen Werktagen).
    • Bestandsaufnahme vor Ort: Detaillierte örtliche Bestandsaufnahme durch Erfassung von:
      - Oberflächenqualität von Fahrbahnen und Fußwegen
      - sensibler Einrichtungen, wie z. B. Kitas, Schulen, Spielplätze, Senioreneinrichtungen etc.
      - Verkehrssicherheitsproblemen (z. B. unübersichtliche oder unklare Verkehrssituationen, Sichteinschränkungen)
      - Bedarfe von Gewerbetreibenden (wie Kurzzeitparkplätze für Kund:innen, Lieferzonen etc.)
      - Fahrradstellplätzen
      - Grundstückszufahrten
      - Verkehrsregelungen
      - Wo Menschen zu Fuß unterwegs sind – und wo sie sicherer über die Straße kommen müssen
      - Zusätzlich gab es Beteiligungsmöglichkeiten für die Anwohnenden, Gewerbetreibenden und andere Akteur:innen, um Verbesserungsvorschläge zu entwickeln
  • 3. Wie erfolgte die Online-Beteiligung zur Verkehrsuntersuchung?

    Vom 16.10.25 bis 18.11.2025 war die Online-Beteiligung auf mein.berlin.de. Hier konnten sich Anwohnende, Gewerbetreibende sowie Kita- und Schulgemeinschaften, Nutzer:innen sozialer Einrichtungen wie Jugendklubs und Beratungsstellen und Vertreter:innen aus der Zivilgesellschaft sowie weitere Interessierte an einer Umfrage beteiligen und ihre Ideen und Hinweise zur Verkehrssituation im Weitlingkiez einbringen. Auch schriftliche Beiträge konnten in einem Briefkasten bei der oskar-Freiwilligenagentur abgegeben werden.

  • 4. Welche Themen wurden auf der Beteiligungsveranstaltung vorgestellt?

    Am 18. November 2025 hat das Bezirksamt eine Beteiligungsveranstaltung zur Verkehrsuntersuchung im Weitlingkiez in den Räumen der Evangelisch-Freikirchliche-Gemeinde (Heinrichstraße 31, 10317 Berlin) durchgeführt, bei der rund 100 Personen teilnahmen, vor allem Anwohnende des Weitlingkiezes. Nach einer Präsentation der ersten Untersuchungsergebnisse durch das Ingenieursbüro konnten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen an Themeninseln zu den Themen wie ÖPNV, Gewerbe, Fußverkehr, Radverkehr und Kfz-Verkehr austauschen und ihre Ideen und Anregungen einbringen. Die Dokumentation der Veranstaltung wird auf mein.berlin.de veröffentlicht.

  • 5. Wo befinden sich die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung?

    Am 12. Februar 2026 von 18 bis 20 Uhr werden das Bezirksamt und das beauftragte Büro die Ergebnisse der Untersuchung präsentieren. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig über mein.berlin.de sowie Aushänge im Kiez bekannt gegeben.

  • 6. Was passiert nach der Verkehrsuntersuchung?

    Abhängig von den Ergebnissen dieser Verkehrsuntersuchung wird das Bezirksamt die Erstellung eines Verkehrskonzepts beauftragen, das die identifizierten Probleme adressiert und mögliche Lösungen vorschlägt. Kleinere Maßnahmen wie Bordabsenkungen könnten zeitnah umgesetzt werden, sofern die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Größere Maßnahmen, wie etwa Anpassungen der Verkehrsführung, werden je nach Bedarf im Rahmen des noch zu beauftragenden Verkehrskonzeptes erarbeitet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen untersucht. Damit stellt die Untersuchung den ersten Schritt zu einem grundlegenden Verkehrskonzept für den Weitlingkiez dar.

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