Informationen zum Entwicklungskonzept Große-Leege-Straße – Aufwertung der Grünflächen

Große-Leege-Straße

Mehr Bäume, mehr Grün – gleichzeitig Erhalt von Parkplätzen - mit den Bürger:innen gemeinsam umgestalten!

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie zur Große-Leege-Straße wurden in den letzten Wochen Ihre wertvollen Rückmeldungen und Vorschläge gründlich ausgewertet. Für jeden einzelnen Vorschlag und jede Anregung sind wir sehr dankbar. Diese flossen direkt in die neue Variante des Entwicklungskonzepts ein.
Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung haben die neue Variante – unsere Gemeinschaftsvariante – maßgeblich geprägt, insbesondere in den folgenden Bereichen:

  • Erhalt von Parkplätzen
  • Aufwertung der Grünflächen und zusätzliche Bäume
  • Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit
  • Verbesserte Aufenthaltsqualität

Die Gemeinschaftsvariante können Sie hier einsehen.

Die komplette Präsentation, die wir auf der Veranstaltung am 2. Dezember 2025 gezeigt haben, finden Sie unter Punkt 9.

  • 1. Worum geht es beim Entwicklungskonzept Große-Leege-Straße?

    Für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie hat die Bezirksverordnetenversammlung von Lichtenberg im Doppelhaushalt 2024/2025 Mittel bereitgestellt. Das Umwelt- und Nachturschutzamt setzt den Auftrag der BVV um und hat das Büro studio polymorph Landschaftsarchitekten mit der Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts beauftragt.
    Das Entwicklungskonzept ist eine Machbarkeitsstudie, die aufzeigt, wie die Grünflächen in der Große-Leege-Straße künftig funktional weiterentwickelt und an die Herausforderungen der Klimakrise angepasst werden können. Ziel ist es, gemeinsam mit den Anwohnenden herauszufinden, welche Verbesserungen sinnvoll und gewünscht sind. Es wurden verschiedene Ideen diskutiert, um die Grünflächen des Straßenraums zu verbessern.
    Am 13. Oktober wurden erste Ansätze vorgestellt – keine fertigen Pläne, sondern eine klare Einladung an die Bürger:innen zum Mitreden und Mitgestalten. Ihre Hinweise aus der Veranstaltung und von mein.berlin.de sowie per E-Mail an die Bezirksstadträtin sind in die Entwicklung der neuen Variante eingeflossen.

  • 2. Auf welcher Datenbasis wurde die Große-Leege-Straße ausgewählt?

    Die Auswahl basiert auf einer datenbasierten Analyse des Umwelt- und Naturschutzamtes, wie etwa auf den bezirklichen Landschaftsrahmenplan.

    Bewertet wurden unter anderem:
    • starke Hitzebelastung im Sommer,
    • geringe Versorgung mit öffentlichen Grün- und Aufenthaltsflächen,
    • großes Vernetzungspotenzial mit angrenzenden Innenhöfen,
    • erwartetes Bevölkerungswachstum durch neue Wohnungsbauprojekte im Umfeld,
    • eingeschränkte Aufenthalts- und Bewegungsqualität entlang der Straße,
    • überwiegend einfaches Straßenbegleitgrün mit hohem Aufwertungspotenzial.

    Die Analysen des Fachamtes zeigen, dass dieses Gebiet besonders für Maßnahmen zur Klimaanpassung und Verbesserung der Lebensqualität geeignet ist. Die Entscheidung ist damit fachlich begründet, nachvollziehbar und nicht politisch motiviert.

  • 3. Wie ist die jetzige Situation vor Ort?

    Die Straße ist derzeit geprägt von:

    • ungeordneten Parkflächen,
    • fehlenden sicheren Querungen,
    • unzureichenden barrierefreien Wege,
    • mangelnder Aufenthaltsqualität,
    • geringem ökologischen Nutzen der vorhandenen Grünflächen,
    • Defizit an öffentlichen und privaten Grün- und Freiflächen.

    Selbst die privaten grünen Innenhöfe im Umfeld gleichen laut der Klimaanalyse des Bezirks die Unterversorgung nicht aus. Mit der zunehmenden Bebauung werden wohnungsnahe und öffentliche Freiräume wichtiger und knapper – so wird im Konzept aufgegriffen, wie private und öffentliche Grünräume besser miteinander verbunden werden können.

  • 4. Welche Varianten gibt es und wie verbindlich sind sie?

    Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden drei Varianten erarbeitet, die unterschiedliche Ideen zur Verbesserung der Straße, der Grünversorgung und der Aufenthaltsqualität darstellten.
    Wichtig ist: Diese Varianten waren und sind keine festen Planungen, sondern Diskussionsgrundlagen – also eine Einladung an die Bürger:innen zum Mitgestalten.
    Rückmeldungen aus der Bürger:innenbeteiligung – sowohl online als auch vor Ort – sind in die Entwicklung der Vorzugsvariante eingeflossen. Auf der Grundlage der Rückmeldungen und Anregungen der Bürger:innen hat das Planungsbüro Polymorph die neue Variante – unsere Gemeinschaftsvariante – ausgearbeitet. (Diese finden Sie am Anfang dieser Seite.)

  • 5. Ist eine Fahrradstraße geplant?

    Eine Fahrradstraße ist weder geplant noch beschlossen.

  • 6. Werden die Parkplätze erhalten?

    Alle Parkplätze bleiben erhalten; dies war das zentrale Anliegen vieler Rückmeldungen aus der Nachbarschaft.

  • 7. Welche Rolle spielt die Bürger:innenbeteiligung?

    Die Beteiligung der Bürger:innen ist das Herzstück dieses Prozesses und von Beginn an ein integraler Bestandteil des Prozesses gewesen. Anwohnende konnten ihre Wünsche, Erfahrungen und Kritik einbringen, die direkt in die Entwicklung der neuen Variante eingeflossen sind. Der Prozess war (ergebnis)offen und transparent, mit dem Ziel, eine gemeinschaftlich entwickelte Lösung zu finden, die die Lebensqualität im Kiez stärkt und möglichst viele Bedarfe abbildet.
    Die Rückmeldungen und Ideen der Anwohner:innen haben wir berücksichtigt. Nun stellt das Bezirksamt eine tragfähige Lösung vor, die im Einklang mit den vielfältigen Bedürfnissen der Anwohnenden steht.

    Kurzum – die Bezirksverwaltung nimmt die Rückmeldungen sehr ernst:

    • Hinweise und Kritik sind direkt in die Variantenentwicklung eingeflossen,
    • die vierte Variante ist ein sichtbares Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Anwohner:innen,
    • der Prozess ist ergebnisoffen und offen für alle Interessierten,
    • es gibt keine Vorfestlegung der Verwaltung.

    Wir freuen uns, dass viele Anwohnenden ihre Interessen eingebracht haben.

  • 8. Wie geht es weiter, wann wird gebaut und was wird es kosten?

    Die Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage für alle weiteren Überlegungen. Diese Studie wurde von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Haushaltsplan 2024/2025 beschlossen. Diese Mittel decken Planung, Variantenentwicklung, Beteiligung und fachliche Begleitung durch das beauftragte Büro studio polymorph Landschaftsarchitekten. Die Weiterplanung / -entwicklung sowie Umsetzung hängen von der Akquise und Bewilligung von Fördermitteln bzw. von zukünftigen bezirklichen Mitteln ab, worüber die Bezirksverordnetenversammlung entscheidet. Wenn eine Umsetzung in Aussicht steht, wird es nochmals eine detaillierte Planung mit Verkehrsuntersuchung etc. geben, bei dem die Bürger:innen dann gern wieder mit ihren Bedürfnissen sich einbringen können.
    Im Doppelhaushalt 2026/2027 sind für eine bauliche Umsetzung keine Mittel festgesetzt.

    Für eine Umsetzung gilt:

    • Es wird erst weitergeplant und gebaut, wenn die notwendigen Investitionsmittel von der Bezirksverordnetenversammlung zur Verfügung gestellt oder Fördermittel akquiriert und bewilligt werden.
    • Ein Baubeginn hängt von den zukünftigen verfügbaren Mitteln ab.
  • 9. Was ist das Ergebnis des Beteiligungsprozesses?

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Möllendorffstr. 6
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