Bei einem Spaziergang durch das Ostseeviertel in Neu-Hohenschönhausen durfte ich gemeinsam mit der Stadtteilkoordination und vielen interessierten Bürger:innen viele spannende Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit erleben.
Wir sind an Nachbarschaftsgärten und grünen Innenhöfen vorbeigekommen, die leider zunehmend durch Neubauten gefährdet sind. Für mich ist klar: Neubau soll möglichst nur auf bereits versiegelten Flächen stattfinden – unsere Grünflächen müssen unbedingt erhalten bleiben.
Ein ganz besonderer Ort im Viertel ist der Barther Pfuhl. Dieses Kleingewässer braucht viel Pflege. Der Gewässerzustand ist leider nicht zufriedenstellend. Insgesamt ist das Gewässer insbesondere in der Sommerperiode schlecht durchmischt und leidet dadurch unter Sauerstoffmangel. Für das Jahr 2026 ist die Vergabe eines Sanierungskonzeptes eingeplant, das ein Entschlammungskonzept vorsieht sowie eine Verbesserung des Regenwassermanagements und der Vorreinigung der Regenwasserzuleitung. Nach Vorlage eines Sanierungskonzeptes werden weitere Maßnahmen geplant.
Mein persönliches Highlight war der Monte Balkon. Wo früher ein Kletterfelsen stand, entsteht nun ein geschützter Lebensraum für Felsenbrüter wie Mehlschwalben, Mauersegler – und auch für Fledermäuse. Ab Herbst 2025 beginnt die Umsetzung durch unser Umwelt- und Naturschutzamt im Rahmen des Berliner Ökokontos. Ich habe selten so viel Vogelgezwitscher gehört wie hier – ein echtes Naturerlebnis mitten im Ostseeviertel!
Zur guter letzte ist der Grünen Campus Malchow zu erwähnen, der einen wunderbaren Schulgarten und die liebevoll betreute Knirpsenfarm hat. Dort finden Tiere ein Zuhause, die sonst niemand will. Schauen Sie doch mal vorbei – und wer möchte, kann gern mit einer kleinen Spende helfen.
Unterwegs im Ostseeviertel – Nachhaltigkeit zum Anfassen
Kontakt
Rathaus Lichtenberg
Möllendorffstr. 6
10367 Berlin