Mit dem erstmals verliehenen Lichtenberger Tierschutzpreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, haben wir Caroline Seige für ihren beeindruckenden Einsatz zum Schutz gebäudebewohnender Arten wie Vögeln und Fledermäusen ausgezeichnet.
Frau Seige ist Lichtenbergerin und kämpft seit neun Jahren ehrenamtlich mit Leidenschaft und Beharrlichkeit, um Gebäudebrüter berlinweit zu schützen. Besonders der Schutz der in Bedrängnis geratenen Berliner Spatzen ist ihr ein Herzensanliegen. Ihr Wirken ist vielfältig. Sie hält Vorträge über den Schutz von gebäudebewohnenden Tieren und kartiert Nester und Lebensstätten von Gebäudebrütern, die drohen im Zuge von Baumaßnahmen vernichtet zu werden.
Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen artenschutzrechtlichen Gegengutachten, die Frau Seige mit Mitgliedern der NaturFreunde bislang ehrenamtlich erarbeitet hat. Sie und ihre Mitstreiter: innen begehen ehrenamtlich die Baustellen – oft bis zu vierzig Mal, zu unterschiedlichen Tageszeiten – um Nester und Lebensstätten aller Gebäudebrüterarten zu kartieren. Durch die Gegengutachten konnten hunderte Brutplätze und Lebensstätten von Gebäudebrütern im Zuge von Bauvorhaben in den letzten Jahren gerettet bzw. Ersatzniststätten angeordnet werden.
Ihr beharrlicher Einsatz ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in unserem Bezirk.
Der Lichtenberger Umwelt- und Naturschutzpreis, den wir in diesem Jahr bereits zum vierten Mal verliehen haben, würdigt herausragendes Engagement für den Natur- und Umweltschutz sowie die Förderung des Gemeinschaftsgedankens. Es freut mich besonders, dass wir vier Projekte auszeichnen konnten, die nicht nur kreativ und nachhaltig sind, sondern auch eine besondere Wirkung für unseren Bezirk entfalten.