In Berlin ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen, die in Armut leben, besonders hoch. Nahezu jedes vierte Kind wächst in einer Familie auf, die auf staatliche Grundsicherungsleistungen angewiesen ist. Finanzielle Notlagen wirken sich in vielerlei Hinsicht negativ aus – sie beeinflussen unter anderem die Bildungschancen junger Menschen, ihre gesundheitliche Entwicklung sowie ihre Möglichkeiten, am sozialen Leben teilzunehmen.
Für den Begriff Armut existieren verschiedene Definitionen. Im engeren Sinn beziehen sich diese meist auf die materiellen Lebensverhältnisse. Spricht man also von Kinderarmut, ist in erster Linie die wirtschaftliche Situation der Familie gemeint, da Kinderarmut stets im Zusammenhang mit der finanziellen Lage des Haushalts betrachtet wird.
Mit dem Beschluss der Berliner Strategie gegen Kinderarmut wurde 2021 im Senat ein gesamtstädtischer Rahmen geschaffen, um die Folgen von Armut gemeinsam konsequent zu bekämpfen und präventives Handeln zu stärken.