Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen nach SGB IX

Bildausschnitt mit zwei Rollstuhlfahrern am linken und rechten Bildrand

Mit der Umsetzung der 3. Reformstufe des BTHG zum 1.1.2020 wurde das neue Leistungsrecht der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII in das neue SGB IX, 2. Teil überführt.
Das Ziel des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Sie sollen zu einer möglichst selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensführung im Sozialraum befähigt oder unterstützt werden. Der Mensch mit Behinderungen soll bei der Gestaltung seiner Unterstützung im Mittelpunkt stehen. Es soll nicht mehr über den Menschen mit Behinderungen, sondern mit diesem gemeinsam beraten werden, um die individuelle Lebensplanung und Selbstbestimmung zu fördern.
Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen soll aus dem Fürsorgesystem herausgeführt und zu einem modernen personenzentrierten Teilhaberecht weiterentwickelt werden.

Durch das Gesetz zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Land Berlin (BlnTG) wurde die Organisation des Trägers der Eingliederungshilfe neu geregelt.
Die bisherige Eingliederungshilfe wurde zum Teilhabefachdienst im Amt für Soziales,
welcher gemeinsam mit dem Teilhabefachdienst des Jugendamtes das „Haus der Teilhabe“ bildet. Die Teilhabefachdienste nehmen die bezirklichen Aufgaben des Trägers der Eingliederungshilfe wahr.

Um den erhöhten Anforderungen bei der Umsetzung des BTHG gerecht werden zu können, wurde eine Neustrukturierung des Teilhabefachdienstes erforderlich.
Die Aufgabenerledigung wird spezialisiert in den folgenden 3 Rollen aufgegliedert:

• Teilhabeplanung
• Leistungskoordination
• Sachbearbeitung Leistungsgewährung im Teilhabefachdienst