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9. November–Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome aufrechterhalten

Pressemitteilung vom 30.10.2019

Wenn am Abend des 9. Novembers vor dem Brandenburger Tor Tausende den Klängen der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Daniel Barenboim lauschen und gemeinsam an die Öffnung der Mauer zwischen Ost und West erinnern, wird dem eine Vielfalt des Gedenkens an zahlreichen Orten Berlins vorausgegangen sein. Es ist der Tag der Friedlichen Revolution und zugleich der Tag des Gedenkens an die Opfer von Zerstörung, Hass und Menschenverachtung.

Den Opfern der Pogrome von 1938 gilt ein gemeinsames ehrendes Gedenken in Lichtenberg am Samstag, 9. November 2019, ab 12.00 Uhr am Gedenkstein Konrad-Wolf-Straße 91.

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) wird eine Gedenkrede halten und mit Mitgliedern der Bezirksverordnetenversammlung sowie Gästen Gebinde niederlegen. Musikalisch begleitet Olaf Ruhl die Gedenkveranstaltung.

Michael Grunst lädt Berlinerinnen und Berliner zum diesem Anlass ein: „Der 9. November ist ein Tag der Freude, der Erinnerung und des Gedenkens. Ich lade Berlinerinnen und Berliner ein, gemeinsam der Opfer von Hass, Hetze und Menschenfeindlichkeit zu gedenken. Tausende Mitbürger und Mitbürgerinnen jüdischen Glaubens wurden vor 81 Jahren misshandelt, verschleppt oder ermordet. Heute gilt es, wie eh und je, dieses Gedenken aufrechtzuerhalten. Gegen das Vergessen.“

Hintergrund
Die Jüdische Gemeinde in Hohenschönhausen war sehr klein. Als die Nationalsozialisten begannen Juden zu verfolgen, wandelten die Gemeindemitglieder ihren Betraum in der Konrad-Wolf-Straße in eine Synagoge um. Erst 1935 wurde sie geweiht. Bereits 1938 musste die Gemeinde ihre Tätigkeit wieder einstellen. Denn die Mitglieder der Gemeinde wurden – wie in ganz Deutschland und Europa – in Konzentrationslager deportiert. Nach 1945 war die Synagoge in Vergessenheit geraten.
Erst mit den Forschungen zur jüdischen Geschichte, die in den 1990er Jahren mit der Ausstellung „Juden in Weißensee und Hohenschönhausen“ im damaligen Heimatmuseum an die Öffentlichkeit gelangten, kam auch die Synagoge wieder in Erinnerung. Im Zusammenhang mit dem einhundertsten Geburtstag von Victor Aronstein entstand die Broschüre „Juden in Hohenschönhausen. Eine Spurensuche“, mit der auf das jüdische Leben in Hohenschönhausen aufmerksam gemacht wurde.
Zum 51. Jahrestag der Novemberpogrome entstand die Idee, an dem vergessenen Ort einen Gedenkstein zu errichten: Enthüllt wurde der Stein im Jahr 2000.

Weitere Informationen
Liane Behrendt
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Referentin des Bezirksbürgermeisters
Telefon: (030) 90296-3302 | E-Mail