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Corona-Pandemie: Hinweise für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Frau mit Mundschutz und Sprechblase mit Inhalt Informationen zu Corona für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Aktuell: HomeOffice

Ab Montag, den 22.11.2021 bis vorerst zum 19.03.2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiter*innen mit Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese im Home-Office auszführen, sofern keine zwingenden betriensbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten sollen dieses Angebot annehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.

Der Deutsche Bundestag hat damit die bereits vom 23. April bis 30. Juni 2021 geltende HomeOffice-Regelung reaktiviert und in das Infektionsschutzgesetz neu aufgenommen. Die Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht darüber hinaus vor, dass Büroarbeitsplätze zu maximal 50 Prozent besetzt sein sollen. Auch andere organisatorische Maßnahmen wie Schicht- und Wechseldienst können zur Verringerung der Auslastung der zeitgleich genutzten Büroarbeitsplätze genutzt werden.

Aktuell: 3G-Regelung am Arbeitsplatz

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes hat der Deutsche Bundestag eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz ab Mittwoch, den 24. November eingeführt. Beschäftigte müssen für den Zugang zu Arbeitsstätten dann geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet sein. Der Arbeitgeber hat dies zu kontrollieren und zu dokumentieren. Arbeitsstätten sind insbesondere Büros, Baustellen und das Betriebsgelände, nicht jedoch HomeOffice und Fahrzeuge.

Das BMAS beantwortet häufige Fragen zur Umsetzung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz.
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Aktuell: Informationen zur Corona-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit dem 18. November 2021 allen Erwachsenen eine COVID-19-Auffrischimpfung in der Regel sechs Monate nach der letzten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung. Die Presseinformation der STIKO enthält weitere Informationen.
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Alle Informationen zum Corona-Impfmanagement wie die Berliner Impfzentren, die verwendeten Impfstoffe sowie Möglichkeiten der Auffrisch-Impfung finden Sie hier.
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Kann der Arbeitgeber eine Impfung erzwingen? Gibt es eine Impfpficht? Wie sind die Testungen am Arbeitsplatz zu bewerten? Diese und weitere Fragen zur Corona-Schutzimpfung sowie den Testungen aus arbeitsrechtlicher Sicht beantwortet der DGB.
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Im September 2021 wurde das Infektionsschutzgesetz insofern geändert, als dass für Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Obdachlosenunterkünfte oder Justizvollzugsanstalten (in § 36 IfSG genannte Einrichtungen) eine Auskunftspflicht über den Impfstatus besteht. Bereits bisher gilt dies für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.

Aktuell: Arbeitsschutz gegen das Coronavirus

Entsprechend der Berliner Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind Unternehmen verpflichtet, allen Mitarbeiter*innen, die am Arbeitsplatz präsent sind, bis zu zweimal pro Woche ein kostenloses Testangebot zu unterbreiten. Mitarbeiter*innen mit körperlichem Kontakt zu Kunden*innen sind verpflichtet, dieses Angebot wahrzunehmen und die Ergebnisse aufzubewahren. Für patientennahes Personal in Krankenhäusern gilt eine tägliche Test-Pflicht.

Fragen und Antworten zur Testangebotspflicht in Unternehmen

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel trat am 20.08.2020 in Kraft und wurde zuletzt im Mai 2020 aktualisiert. Die Regel definiert verbindliche Standards zum Infektionsschutz im Betrieb. Dazu gehören Maßnahmen wie Abstand, Hygienemaßnahmen, ggf. die Benutzung von Alltagsmasken/Atemschutz und sachgerechte Lüftung. Betriebe, welche die Regel anwenden, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. In der Vorabfassung (Dezember 2020) fließen aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen zum Lüftungsverhalten in Innenräumen ein.

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Zur Umsetzung der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel im Betrieb ergeben sich verschiedene Fragen: Welche Möglichkeiten haben Betriebs- und Personalräte? Welche Schutzmaßnahmen haben Vorrang? Was gilt im Home-Office? Diese und andere Fragen beantwortet das FAQ zum Schwerpunkt Corona-Arbeitsschutz im Betrieb.

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Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurde bis zum 19. März 2022 verlängert. Weiterhin sind grundlegenden Vorgaben wie die Reduzierung von Kontakten, die Pflicht zum Angebot von Tests sowie die Verpflichtung zur Erstellung und Aktualisierung betrieblicher Hygienekonzepte enthalten. Neu ist eine Impfunterstützungspflicht, die u.a. die Freistellung für Schutzimpfungen während der Arbeitszeit sowie Aufklärung zur Erhöhung der Impfquote beinhaltet.

Entschädigungsanspruch für Eltern auch in 2022

Die bereits für das Jahr 2021 erhöhte Zahl von Kinderkrankentagen gilt auch für das Jahr 2022. Eltern soll über eine erhöhte Zahl von Kinderkrankentagen für Kinder bis 12 Jahre die Betreuung während der Corona-Pandemie erleichtert werden:
  • pro Elternteil und Kind gibt es 30 Kinderkranktage,
  • pro Elternpaar pro Kind insgesamt 60 Tage,
  • für Alleinerziehende pro Kind sind es 60 Tage,
  • bei mehreren Kindern maxmial 65 Tage pro Elternteil bzw. 130 für Alleinerziehende.

Fragen und Antworten zum Kinderkrankengeld gibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
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Zur Beantragung müssen Schulen und Kitas nicht komplett geschlossen sein, es reicht eine Aufhebung der Anwesenheitspflicht oder die Einschränkung des Kita-Betriebs. Für erwerbstätige oder selbständige Eltern, die aufgrund einer behördlich angeordneter Schließung von Kita oder Schule ihre Kinder bis 12 Jahre selbst betreut haben und deswegen einen Verdienstausfall hatten, besteht nach dem Infektionsschutzgesetz ein Entschädigungsanspruch in Höhe von 67 Prozent für längstens sechs Wochen. Für Arbeitnehmer*innen zahlt der Arbeitgeber die Entschädigung und lässt sie sich anschließend erstatten.

Nähere Informationen zur Erstattung für Arbeitgeber*innen
Nähere Informationen zur Erstattung für Selbständige

COVID-19 als Berufskrankheit und Arbeitsunfall

Nach geltendem Recht ist COVID-19 nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen als Berufskrankheit anerkannt. COVID-19-Erkrankungen von Beschäftigten aus anderen Bereichen können hingegen im Falle einer Ansteckung am Arbeitsplatz nur als Arbeitsunfall beim Unfallversicherungsträger angezeigt werden. Die Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten empfiehlt, bei Verdacht der Erkrankung am Arbeitsplatz den Unfallversicherungsträger formlos zu informieren.

Nähere Informationen zu COVID-19 als Berufskrankheit
Informationen der DGUV für Beschäftigte im Gesundheitswesen
Beratung durch die Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten

Informationen zur Kurzarbeit

Mit dem Gesetz zur Beschäftigungssicherung vom 3. Dezember 2020 wurden die Corona-Sonderregelungen zum Kurarbeitergeld im Wesentlichen bis Ende 2021 verlängert.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt einen aktualisierten Ratgeber zum Kurzarbeitergeld für Beschäftigte mit Stand Dezember 2020 zur Verfügung und beantwortet viele Fragen rund um Kurzarbeit.

Weitere Informationen

Hat Ihr Arbeitgeber Kurzarbeit angemeldet, kann Ihr Verdienstausfall teilweise ausgeglichen werden. Die Bundesagentur für Arbeit stellt Informationen zum Kurzarbeitergeld für Beschäftigte und Unternehmer zur Verfügung.

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Beratung: Hotline für mobile Beschäftigte zu Corona und Arbeitsrecht

Das DGB-Projekt Faire Mobilität hat eine bundesweite kostenlose Telefon-Hotline für Beschäftigte aus mittel- und osteuropäischen Ländern in sieben Sprachen eingerichtet. Mobile Beschäftigte können sich in polnisch, rumänisch, ungarisch, bosnisch, kroatisch, serbisch und bulgarisch zu arbeitsrechtlichen Fragen während der Corona-Krise informieren und erhalten Tipps für weitere Hilfen.

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Allgemeine Informationen von Freistellung bis Entgeltanspruch

Gibt es einen Entgeltanspruch, wenn ich unter Quarantäne stehe? Muss ich Urlaub nehmen, wenn die Kita geschlossen ist? Muss ich ins Büro, wenn die Kollegen husten? Diese und andere Fragen zu den arbeitsrechtlichen Konsequenzen der Corona-Pandemie beantwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einem FAQ.

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Das FAQ liegt darüber hinaus in leichter Sprache, in Gebärdensprache sowie übersetzt in zehn weitere Fremdsprachen vor.

auch in 2022 erleichterter Zugang zum Arbeitslosengeld II

Für viele Menschen ist die Corona-Pandemie mit finanziellen Einbußen verbunden. Der Zugang zur Grundsicherung (auch genannt: Arbeitslosengeld II) wurde durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung vorübergehend erheblich erleichtert. Diese Regelungen über den erleichterten Zugang gelten für Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. März 2022 beginnen. Auch Freiberufler*innen, Solo-Selbständige, Künstler*innen oder Klein-Unternehmer*innen können ihren Anspruch auf Grundsicherung prüfen.

Weitere Informationen

Detailliertere Informationen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, z.B. zu Kinderbetreuung, Home-Office

Alles, was Beschäftigte in der Corona-Pandemie wissen müssen – von Arbeitsschutz bis Zulagen, von Home-Office bis Impfstart – ist auf den Seiten des DGB zusammengestellt.

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