Hilfe zur Pflege

Hilfe zur Pflege ist eine Leistung für Menschen, bei denen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht für den gesamten Bedarf ausreichen und denen keine ihnen nahestehenden Personen in ausreichendem Umfang helfen können. Menschen, die keine Leistungen der Pflegeversicherung erhalten können, weil sie nicht Mitglied sind oder die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, erhalten Leistungen für den gesamten Bedarf. Auch Menschen ohne Pflegestufe erhalten Hilfe zur Pflege, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Die Leistungen umfassen häusliche Pflege, teilstationäre Pflege, Kurzzeitpflege, Hilfsmittel und stationäre Pflege. Außerhalb der Hilfe zur Pflege sind auch Leistungen für einzelne Tätigkeiten der Haushaltsführung sowie für die gesamte Führung des Haushalts möglich. Es ist immer zuprüfen, ob und inwieweit das Einkommen und Vermögen des Leistungsberechtigten und seiner unterhaltsverpflichteten Angehörigen für die entstehenden Kosten einzusetzen sind.

Entscheidungspraxis bei Leistungserbringung durch Pflegedienste

Arbeitshilfe Leistungskomplexe Stand 25.07.2017

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Beratungsangebote des Gesundheitsamtes:

Beratungsangebot für nicht erwerbsfähige Personen
Soziale Beratung für behinderte, chronisch erkrankte und alte Menschen
Sozialpsychiatrischer Dienst

weitere Beratungsangebote:

Pflegestützpunkte

Bei den Pflegestützpunkten erhalten die Angehörigen von pflegebedürftigen Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, die Pflegebedürftigen selber und insbesondere ältere Menschen Informationen, Beratung und Unterstützung zu allen Fragen rund um die Pflege. Auf Wunsch vermitteln und koordinieren die Pflegestützpunkte die notwendigen Hilfen und klären die Finanzierungsmöglichkeiten. Die Beratung kann telefonisch, persönlich im Pflegestützpunkt oder beim Hausbesuch erfolgen. Sie ist kostenfrei, unabhängig und verbraucherorientiert. In der Datenbank Hilfelotse Berlin Berlin sind unterschiedlichste Entlastungs- und Unterstützungsangebote zu finden.

Krisentelefon Pflege in Not

Das Angebot des Krisentelefons „Pflege in Not“ richtet sich an gepflegte Personen, an pflegende Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde, aber auch an Pflegepersonal und Pflegeeinrichtungen. Genutzt wird es überwiegend von Angehörigen, die nicht nur telefonisch, sondern auch in persönlichen Gesprächen beraten und unterstützt werden.

Pflegeportal des Landes Berlin

Das von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales eingerichtete und gepflegte Portal bietet den Nutzerinnen und Nutzern Informationen zu den Beratungsangeboten zum Thema Pflege, zu Rechtsgrundlagen, zur sozialen Pflegeversicherung sowie zum Landespflegeplan und dem Landespflegeausschuss. Im Mittelpunkt dieses Portals steht die „Transparenzoffensive Berlin“. Auf Basis eines Fragebogens geben die stationären Pflegeeinrichtungen in Berlin freiwillig selbst Auskunft über ihr Profil, ihre Schwerpunkte und besonderen Kompetenzen. Seit Dezember 2007 können sich Bürgerinnen und Bürger so ausführlich über Angebote von Pflegeeinrichtungen in den Berliner Bezirken informieren. 170 Häuser verschiedener Träger beteiligen sich.