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Aus Wien berichtet Anke Apt

Anke Apt
Bild: Anke Apt

Als Personalentwicklungsberaterin habe ich die europäischen Hospitationsmöglichkeiten der Kolleg*innen des Bezirksamtes schon länger unterstützt, nun darf ich selbst davon profitieren. Seit letztem Jahr widme ich mich einer zusätzlich neuen Aufgabe als Ansprechperson des Bezirksamtes in Fragen der Diversity-Entwicklung. Ich habe 2018/2019 im Auftrag der Bürgermeisterin Frau Herrmann das Diversity-Leitbild des Landes mitentwickelt und möchte nun alles dafür tun, dass es partizipativ im Bezirksamt umgesetzt werden kann. Im Jugendamt hat man diesen Entwicklungsweg bereits erfolgreich beschritten und das Amt darf mit Stolz das Siegel der „Charta der Vielfalt“ tragen. Vielleicht haben Sie das Logo aus einem Schreiben des Jugendamtes schon gesehen.

Erforderlich ist nun ein Entwicklungsweg für das ganze Bezirksamt, für den wir einen gelungenen Auftakt benötigen. 2019 bin ich dafür mit mehreren Kolleg*innen aus dem Bereich der Bürgermeisterin als kleines Fachnetzwerk planerisch gestartet. Das Jugendamt möchten wir natürlich einbeziehen. Wir wollen 2020 gemeinsam ein Konzept für das Bezirksamt erarbeiten, denn die Diversity-Entwicklung ist nach unserer fachlichen Überzeugung und nach den praktischen Erfahrungen im Jugendamt ganzheitlich und in Verknüpfung zur Organisationsentwicklung anzugehen. In diesem Zusammenhang wollen wir das Wissen aus dem Jugendamt und anderer Kolleg*innen gerne nutzen sowie uns extern beraten lassen.

Neben einer begonnenen Vernetzung mit den Bezirksämtern Lichtenberg und Treptow/Köpenick freue ich mich ganz besonders auf den Austausch mit der Stadt Wien. Diese Stadt mitten in Europa hat sich bereits viele Jahre auf den Weg gemacht, die europäische „Charta der Vielfalt“ umzusetzen. In vielen Publikationen bezieht man sich auf die erfolgreiche Arbeit dort. Neben ersten schriftlichen Kontakten erhalte ich nun über „Logo Europe“ die Möglichkeit, meine Fragen ganz persönlich zu klären und am Modell zu lernen. In diesem Zusammenhang möchte ich direkt erfahren, wie das diversityorientierte Personalmanagement einschließlich Gesundheitsmanagement und Personalentwicklung in der Praxis aussieht, welche Erfolge und Hürden es an der Basis gibt. Wie heißt es so schön: „Man muss das Fahrrad nicht neu erfinden.“ In diesem Zusammenhang interessiert mich als Fortbildungsbeauftragte auch, welche Formate und Inhalte zum Thema Diversity dort neu im Angebot sind. Wien hat in Bezug auf das Fortbildungsmanagement europaweit auch einen sehr guten Ruf.

Unser kleines Netzwerk im Bezirksamt ist gemeinsam gespannt, was ich in vier Wochen erfahren kann. Ich werde im 6. Bezirk, vergleichbar unserem Bezirksamt meinen Arbeitsplatz haben und packe natürlich auch meinen Koffer nach Wien voll mit Wissensgeschenken aus dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg.

Diversityentwicklung der Stadtverwaltung Wien

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Bild: Anke Apt

Am vorletzten Tag konnte ich noch in der Magistratsabteilung 17 hospitieren und erfahren, welche Erfahrungen die Kolleg*innen in der Diversityentwicklung der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren gemacht haben und wie sie mit wachsendem Know How und viel Fingerspitzengefühl ganz nach den Bedürfnissen der Organisationseinheiten die Veränderungsprozesse für die 64.000 Kolleg*innen der Wiener Stadtverwaltung begleiten. Weitere Informationen

„Digital.City.Wien“

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Bild: Anke Apt

Wien möchte nicht nur lebenswerteste Stadt Europas sein, sondern auch weltbeste Stadt in der digitalen Zukunftsgestaltung. Auf der Messe „Digital.City.Wien“ war der Planungs—und Gestaltungswille deutlich zu erkennen und Expert*innen diskutierten, wie man die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung der Arbeit meistern kann. Weitere Informationen

Exkursionen

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Die Wiener Kolleg*innen sind sehr interessiert daran, uns so viel wie möglich von der Stadtverwaltung und den Aufgaben zu zeigen. So kommen wir Berliner Kolleg*innen in den Genuss verschiedener Exkursionen und lernen die Aufgaben der Stadtverwaltung immer besser kennen. Letzte Woche führte uns eine engagierte Kollegin des Pressebereiches durch das sehr repräsentative Rathaus und ein Kollege des Stadtplanungsbereiches war unser Stadtführer während einer mehr als dreistündigen Stadtrundfahrt. Weitere Informationen

Ein Bezirk im Aufwind

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Mein Arbeitsplatz befindet sich genauer ge-sagt im 7. Bezirk. Hier nutzt die Magistrats-abteilung 03 (MA 03) Büroräume des Amtshauses, das sich im Besitz der Stadt Wien befindet. Die meisten Aufgaben für die Stadt werden von den 70 Magistratsabteilungen ausge-führt. Im Bezirk haben die Bürger*innen den Anlaufpunkt für ihre Antragstellungen in ver-schiedenen Angelegenheiten, die im Magist-ratischen Bezirksamt 6/7 bearbeitet werden. Weitere Informationen

„Weil Vertrauen für uns verbindlich ist“

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Wien hat ähnliche Herausforderungen zu bewältigen wie sie sich für uns in Berlin darstellen, was nicht verwunderlich ist. Ich hospitiere in der Magistratsabteilung 3 – Bedienstetenschutz und berufliche Gesundheitsförderung. Beraten und betreut werden über 30.000€ Beschäftigte der gesamten Stadtverwaltung Wien. Die anderen städtischen Beschäftigten unterstehen Fachbereichen des Magistrats und werden extra betreut. Weitere Informationen