Equal Pay Day

Equal Pay Day

„WERTSACHE Arbeit“ – Bekommen Sie, was Sie verdienen?

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer.

Damit ist Deutschland eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich und belegt den drittletzten Platz. Die durchschnittliche europäische Lohnlücke beträgt „nur“ 16 Prozent.

Der Equal Pay Day, der Tag der Lohngerechtigkeit, markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Wenn Frauen aktuell im Durchschnitt laut Statistischem Bundesamt 21% weniger verdienen als Männer (Entgeltlücke in Geld), dann arbeiten sie 77 Tage (21% von 365 Tagen = Entgeltlücke in Tagen), nämlich bis zum 18. März 2019, umsonst.

Eine der ältesten Forderungen „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ ist in Deutschland nach wie vor nicht eingelöst. Und das, obwohl Frauen bei den Bildungsabschlüssen die Nase vorn haben. Die Ursachen der Lohnlücke sind vielschichtig. Frauen fehlen in Führungspositionen, mindestens vier von fünf Teilzeitbeschäftigten sind weiblich und zwei Drittel der Beschäftigten in Minijobs sind Frauen. Unsere gesellschaftlichen Rahmenbedingungen weisen ihnen die Hauptzuständigkeit für Familienaufgaben wie Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen zu. Der „Comparable Worth“-Index (CW-Index) der Hans-Böckler Stiftung zeigt, dass Berufe, die traditionell überwiegend Frauen ausüben, auf dem Arbeitsmarkt abgewertet und schlechter bezahlt werden. Dazu zählen Erziehungs- und Pflegeberufe sowie haushaltsnahe Dienstleitungen. Der Index bewertet Anforderungen und Belastungen von Tätigkeiten erstmals nach geschlechtsunabhängigen Kriterien.

Seit 2008 gibt es den Equal Pay Day auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) e.V. in Deutschland. Auch in diesem Jahr wird es bundesweit am 18. März unter dem Motto „WERTSACHE Arbeit“ vielfältige Aktionen und Veranstaltungen zum Thema geben.

Weitere Informationen zu den Aktionen, dem Equal Pay Day und den Hintergründen der Lohnlücke