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Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2: Voraussetzungen, Termine und Ablauf

Impfzentrum in der Arena Treptow
Impfzentrum in der Arena Treptow
Bild: dpa

Schutzimpfungen sind die beste Möglichkeit, sich und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Sie leisten zudem einen erheblichen Beitrag zur Eindämmung von Pandemien. Seit Dezember 2020 können sich Berliner:innen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen. Die Schutzimpfungen sind für die Bürger:innen unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Es besteht keine Impfpflicht – die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

Mit der Entwicklung und Zulassung verschiedener Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 wurden zahlreiche irreführende und falsche Behauptungen zur Schutzimpfung in Umlauf gebracht. Der Faktencheck der Bundesregierung informiert und klärt auf

Vor der Impfung: Anspruch, Terminbuchung, Unterlagen

Um das Pandemiegeschehen gezielt einzudämmen und Personen mit einem besonders hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs zu schützen, ist zunächst eine Priorisierung der Personen mit Anspruch auf eine Schutzimpfung nötig. Die Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit regelt, welche Personengruppen prioritär geimpft werden können Die Verordnung definiert drei Personengruppen, welche mit höchster, hoher und erhöhter Priorität einen Anspruch auf die Schutzimpfung haben. Zur höchsten Prioritätsgruppe gehören etwa Menschen über 80 Jahren sowie Personen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten und für welche ein erhöhtes Expositionsrisiko besteht. Mit hoher Priorität haben unter anderem Menschen über 70 Jahren, Mitarbeiter:innen in Grundschulen oder Einrichtungen zur Kinderbetretreuung und-pflege sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen einen Anspruch auf eine Corona-Impfung. Zur dritten Personengruppe, für welche eine erhöhte Priorität gilt, zählen zum Beispiel Menschen über 60 Jahren, Personen, die in bestimmten systemrelevanten Berufen arbeiten. Schwangere und vorerkrankte Personen sollten zunächst Rücksprache mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt halten.

Die Prioritäten der Corona-Impfverordnung bauen auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) auf, die fortlaufend geprüft und gegebenenfalls angepasst wird.

Corona-Impfmanagement

Wie das Impfen im Land Berlin nach Personengruppen auf der Grundlage der Impf-Verordnung organisiert wird Weitere Informationen

Einladung und Terminbuchung

Impfberechtige erhalten ein persönliches Einladungsschreiben inklusive Imfpcode von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Damit können sie die Termine für die Impfungen in einem der Berliner Impfzentren vereinbaren. Dem Einladungsschreiben sind ein Anamnesebogen und eine Einverständniserklärung beigefügt. Die Einladungen sind personengebunden: Termine können nicht an Dritte weitergegeben und müssen im Krankheitsfall verschoben werden.

Weitere Informationen und Dienstleistungen zum Thema Impfung gegen Corona (SARS-CoV-2) werden auf dem Serviceportal Berlin zur Verfügung gestellt.

Erforderliche Unterlagen zur Impfung

Folgende Dokumente müssen zur Impfung mitgebracht werden:

  • Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel
  • Persönliches Einladungsschreiben
  • Ausgefüllter Anamnesebogen
  • Unterschriebene Einverständniserklärung

Ein Impfausweis muss nicht zwingend mitgebracht werden. Aus organisatorischen Gründen erhalten geimpfte Personen einen separaten Impfnachweis, welcher von den Hausärzt:innen in den Ausweis nachgetragen werden können.

Ablauf der Schutzimpfung in den Impfzentren

Am Impfzentrum wird kein Schnelltest auf das Coronavirus durchgeführt. Ggf. wird jedoch die Körpertemperatur gemessen. Personen mit erhöhter Temperatur dürfen das Impfzentrum nicht betreten und müssen einen neuen Termin vereinbaren. Begleitpersonen müssen grundsätzlich vor dem Gebäude warten.

Die Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sieht zwei Impfungen vor. Je nach Impfstoff erfolgt die zweite Impfung nach drei bis zwölf Wochen. Bei der Terminvergabe werden bereits beide Termine festgelegt. Ein Impftermin dauert 1 bis 1,5 Stunden.

Vor der eigentlichen Impfung erfolgt eine Beratung mit Informationen zu möglichen Nebenwirkungen, Hinweisen zum Ablauf und Empfehlungen zum richtigen Verhalten nach der Impfung. Eine kurze, symptombezogene Untersuchung, um akute Erkrankungen und Allergien auszuschließen, wird ebenfalls durchgeführt. Anschließend wird der Impfstoff intramuskulär verabreicht – in der Regel mittels Spritze in den Oberarm.

Bevor Geimpfte wieder nach Hause dürfen, ist die 30-minütige Nachbeobachtungszeit einzuhalten. Hierfür steht ein separater Raum mit Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.

Nach der Impfung: Einhaltung der Corona-Maßnahmen

Die allgemein geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten auch für geimpfte Personen weiterhin. Sämtliche Verhaltensregeln – etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – und Beschränkungen – etwa die Quarantänepflicht nach der Einreise – sind für Geimpfte weiterhin gültig.

Impfungen durch mobile Impfteams

Personen, die aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität kein Impfzentrum besuchen können, werden von mobilen Impfteams aufgesucht. Dies betrifft u.a. Pflegebedürftige in Betreuten Wohngemeinschaften, in Seniorenanlagen und Pflegeeinrichtungen.

Berliner Impfzentren

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Über Standorte und Öffnungszeiten der Berliner Impfzentren informiert das Serviceportal Berlin. Weitere Informationen

FAQ Schutzimpfung

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Fragen und Antworten zur Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Weitere Informationen