Das Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters – von Kindern und Jugendlichen bis Senior*innen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei.
Die Bibliothek kann in diesen Zeiten ohne bibliothekarischen Service genutzt werden. Anmelden und Ausleihen/Zurückgeben an den Publikumstheken und Drucken ist nicht möglich.
Das Sonntagsprogramm und die damit verbundene Sonntagsöffnung wird mit Hilfe des Fördervereins Stadtbibliothek Mitte e. V. ermöglicht. Falls ihr den Förderverein durch eine Mitgliedschaft oder Spende unterstützen möchtet, findet ihr hier alle Infos.
Auszüge aus dem Sonntags-Programm
Sonntag, 10.05.2026,
11:00-16:00 Uhr: Nachbarschaftsflohmarkt
Von April bis Oktober könnt ihr an jedem zweiten Sonntag im Monat wieder auf der Wiese neben der Hansabibliothek gemeinsam trödeln, stöbern und ins Gespräch kommen. Ob ihr selbst einen Stand macht oder einfach vorbeischaut: Wir freuen uns auf euch!
Was darf angeboten werden? Alles, was gut erhalten ist und gut zum Alltag passt: Kleidung, Bücher, Kindersachen, Haushaltsgegenstände, Spielzeug oder Ähnliches.
Was ist nicht erlaubt? Gefährliche Gegenstände, die als Waffe benutzt werden können, und gewerblicher Verkauf.
Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung vorab nicht nötig.
Tische oder Decken bitte selbst mitbringen! Wir stellen ab 10:00 Uhr eine begrenzte Anzahl an Tischen zur Verfügung. Bei Regen fällt der Flohmarkt leider aus.
Sonntag, 17.05.2026
10:00-13:00 Uhr: „write as you are“ – Assoziatives Schreiben für Neu-Mütter mit der Autorin Paulina Czienskowski
In den ersten zwei Jahren nach einer Geburt verändern sich Gedanken, Erinnerungen und Emotionen einer Mutter. Alles fließt, alles verschiebt sich. Wer bleibt man in dieser Welt? Wie findet man sich selbst wieder, wenn ein Kind alles verändert?
Paulinas Schreibwerkstatt öffnet einen geschützten Raum für diese Fragen. Schreiben darf hier prozesshaft, intuitiv und fragmentarisch verstanden werden, autofiktional. Alles darf, nichts muss. Aus Worten entstehen Satzfäden, die ein Netz bilden, das trägt und immer wieder neu geknüpft werden kann.
Wir nehmen uns Raum, um zu schreiben, in einem Lebensabschnitt, in dem es nicht immer einfach ist, nur sich selbst zu hören. Wir wollen bei Bedarf auch einander zuhören und Erfahrungen austauschen, um so Qualitätszeit abseits des Alltags zu ermöglichen. Und dabei entdecken wir bestimmt auch, wie das Private spätestens hier politisch werden kann.
Bitte bringt mit, womit ihr am liebsten schreibt – euren Laptop (sehr praktisch, wenn es ums längere Schreiben geht!) oder euren Lieblingsstift. Zieht euch gemütlich an und denkt an alles, das euch wohlfühlen lässt, bitte auch an Snacks.
Ergänzende Literaturempfehlungen, u. a.:
Julia Weber: Vermengung
Rachel Cusk: A Life’s Work
Leslie Jamison: Splitter
Die Autorin Paulina Czienskowski ist 2021 Mutter geworden. Das Schreiben wurde ihr zu einer stabilisierenden Kraft, während sie sich auf die Veränderungen in ihrem Leben einließ. In dieser Zeit entstand unter anderem das Kurzhörspiel „Zur Welt“ für Deutschlandfunk Kultur. Fragmente daraus flossen später in ihren Roman „dem mond geht es gut“ ein, der 2025 im Aufbau Verlag erschienen ist.
15:00-16:00 Uhr: Lesung und Gespräch mit Bianca Schaalburg: Emma und Amir – Im Schatten des Terrors
Ein spannender Politcomic zwischen Berlin und Paris: Nach einem scheinbar islamistischen Anschlag in Berlin-Neukölln gerät Amir, deutsch-irakischer Herkunft, ins Visier der Polizei. Sein Freund Yusuf, ein investigativer Journalist, kommt bei dem Anschlag ums Leben und wird als Attentäter verdächtigt. Um seine und Yusufs Unschuld zu beweisen, macht sich Amir gemeinsam mit der Berlinerin Emma auf den Weg nach Paris, Yusufs letztem Wohnort – und stößt dort auf die Spur eines internationalen rechtsextremen Komplotts.
Mit virtuosen Bildkompositionen, überraschenden Perspektiven und erzählerischer Spannung entfaltet Bianca Schaalburg eine aufrüttelnde Graphic Novel über Freundschaft, Vorurteile und politische Manipulation. Die Geschichte führt von Berlin nach Paris – durch Schwimmbäder, Hotels, Friedhöfe und Kinos – und zeigt eindrucksvoll, was grafisches Erzählen leisten kann.
Bianca Schaalburg, geboren 1968 in Berlin, studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste Berlin. Sie veröffentlicht seit vielen Jahren Cartoons, Comics und Illustrationen. Bereits mit ihrem Comic Der Duft der Kiefern war sie 2021 Finalistin des Comicbuchpreises der Berthold Leibinger Stiftung und gewann 2022 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Auch Emma und Amir stand 2025 auf der Shortlist des Comicbuchpreises.
Sonntag, 24.05.2026 Pfingstsonntag, Bibliothek geschlossen
Sonntag, 31.05.2026
15:00-17:00 Uhr: Uhr Kinonachmittag: Nichts bleibt und nichts verschwindet
Im Anschluss Filmgespräch mit Paul Sonntag
Moderation: Sophie Korschildgen
Einlass: 14:30 Uhr
Bei schönem Wetter findet das Filmgespräch im Bibliotheksgarten statt.
Die vertrauten Geräusche einer Supermarktkasse, ein routinierter Griff, ein letzter Blick durch die Regale. In Berlin-Moabit verschwindet ein Ort des Alltags. Der kleine Edeka „nah und gut“ in der Stendaler Straße weicht einem Neubau mit (Luxus-)Wohnungen („Moa Wood“ mit Kiez Kaffee Kraft). Über fünf Jahre begleitet der Filmemacher Paul Sonntag, der zwei Häuser weiter wohnt, mit ruhiger, konzentrierter Kamera den Prozess der Veränderung. In langen Einstellungen beobachtet er Menschen in ihrem Arbeitsalltag und lässt dabei auch Raum für subtile, humorvolle Momente. Die präzise Betrachtung einer unscheinbaren Straßenecke wird zum sensiblen Porträt urbaner Transformation. Abschied und Neuanfang greifen ineinander, Vertrautes lebt in neuer Form weiter. Leise entstehen Bilder, die über den Kinobesuch hinauswirken.
Regie: Paul Sonntag | Deutschland 2026 | Dokumentarfilm | Farbe | 79 Min. | Dt., Engl., Rumän., mit dt. UT
Paul Sonntag studierte zunächst Architektur und Fotografie in New York, danach Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg, mit Stationen in Prag, Paris und Lagos. 2025 absolvierte er die Diplomprüfungen in Kamera und Dokumentarfilmregie. Seine Arbeiten wurden während der Berlin Art Week an der Neuen Nationalgalerie, in der Kunsthalle Basel, dem Salzburger Kunstverein und diversen Filmfestivals gezeigt, u. a. TIFF next wave und PÖFF Tallinn. Er arbeitet als Filmemacher und Kameraperson und lebt in Berlin-Moabit.
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