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Equal Pay Day

Tag der Lohnungleichheit

Frauen verdienen in Deutschland bei gleicher Qualifikation und gleicher geleisteter Arbeit weniger als Männer. Laut statischem Bundesamt liegt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern aktuell bei rund 19 Prozent. Dies wiederspricht nicht nur dem Grundsatz nach dem Gleichstellungsprinzip, sondern ist auch mit weitreichenden Folgen verbunden.
Der Aktionstag macht auf den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern (Gender Pay Gap) aufmerksam. Frauen müssen also in vergleichbaren Jobs fast drei Monate länger arbeiten, um rein rechnerisch genauso viel Geld verdient zu haben wie Männer bereits am Ende des Vorjahres.
Deutschland liegt in der Europäischen Union weit abgeschlagen auf dem drittletzten Platz!!!

Equal Pay Day

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Bild: BPW Germany

10. März 2021 - Equal Pay Day

Auf den 10.März fällt der diesjährige Equal Pay Day.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 19 Prozent beträgt.
Umgerechnet ergeben sich daraus 69 Tage (19 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen. Berechnet wird die Prozentzahl auf der Grundlage des durchschnittlichen Brutto-Stundenlohnes von Männern (22,16 €) und Frauen (17,72 €).
Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit zum Symbol des Equal Pay Day wurden. Inzwischen gibt es den Equal Pay Day in 32 europäischen Ländern und weltweit.

Der 10. März 2021 markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer ab dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden – denn noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt 19 Prozent weniger als Männer. Nach wie vor belegt Deutschland mit diesem Ergebnis eine der hinteren Positionen im europäischen Vergleich (EU-Durchschnitt 14,8 Prozent). Im Dezember 2020 ist der Gender Pay Gap in Deutschland das erste Mal unter 20 Prozent gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt). Doch 19 Prozent geschlechtsspezifischer Entgeltunterschied sind immer noch 19 Prozent zu viel.

Was muss passieren, damit sich daran endlich etwas ändert?
Viele Jahre lang hat die Equal Pay Day Kampagne den Missstand der geschlechtsspezifischen Lohnlücke, Gründe und strukturelle Ungerechtigkeiten aufgezeigt. 2021 will die Kampagne Vorbilder aufzeigen, die sich bereits erfolgreich für eine gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen. Sie will zeigen, was möglich ist und was Frauen wie Männer täglich bereits leisten, um equal pay voranzubringen. Deshalb lautet das aktuelle Motto „Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“. Game Changer sind mutige, kreative, moderne Macherinnen und Macher. Menschen, die aktiv und innovativ sind und mit neuen Ideen das Spiel und damit unsere Gesellschaft zum Positiven verändern. Die Kampagne zeigt in den sozialen Netzwerken und auf der Website Vorbilder aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Sport und Medien, die sich für equal pay und Chancengleichheit engagieren. Promis genau wie Menschen aus der Zivilgesellschaft. Denn equal pay ist kein ‚Frauenthema‘, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!
Am 10. März 2021 wird überall in Deutschland – online und offline – die Lohnlücke sichtbar gemacht.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.equalpayday.de/startseite