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Kriegsgräberstätte Reinickendorf

Kriegsgräberstätte Reinickendorf Kapelle
Bild: BA Reinickendorf

Friedhofsgeschichte

Der am Freiheitsweg in Reinickendorf gelegene Friedhof wurde bereits im 19. Jahrhundert angelegt. Der unweit gelegene Kirchhof an der Dorfkirche reichte nicht mehr aus, der rasche Bevölkerungsanstieg in der kleinen Dorfgemeinde machte die Anlegung eines neuen Friedhofes dringend notwendig.

Die heutige Kriegsgräberstätte für Opfer von Krieg- und Gewaltherrschaft zählt mit seiner Größe von ca. 1 Hektar eher zu den kleinen Friedhöfen dieser Art in Berlin. Hier liegen Opfer des 1. und 2. Weltkrieges, etwa die Hälfte der Toten sind zivile Bombenopfer und Flüchtlinge verschiedenster Nationalitäten. Auf dem Friedhof befinden sich 2249 Grabstellen, die letzte Verlegung erfolgte 2003.

Sowohl im Ausland als auch in Westdeutschland und innerhalb Berlins waren in den vorangegangenen Jahren die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in besondere Grabfelder umgebettet worden. Das Bezirksamt Reinickendorf hatte ebenfalls beschlossen, eine Kriegsgräberstätte auf dem landeseigenen Friedhof in Berlin Reinickendorf am Freiheitsweg einzurichten.
Bereits 1975 war mit den ersten Verlegungen begonnen worden. Die innerhalb verschiedener Friedhöfe und Abteilungen verstreut bestatteten Opfer erhielten nun eine gemeinsame Ruhestätte. Alle Kosten für die Verlegung einschließlich der Lieferung neuer Särge wurde aus Bundesmitteln getragen.
Angehörige der betreffenden Verstorbenen wurden von der Friedhofsverwaltung Reinickendorf jeweils persönlich angeschrieben und über das Vorhaben informiert. Nach erfolgter Verlegung behalten die Verstorbenen auf der neuen Kriegsgräberstätte ein dauerndes Ruherecht. Durch die Friedhofsverwaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt sind Pflege und Begrünung der neu eingerichteten Begräbnisstelle gesichert.
Im Zusammenhang mit der Einrichtung der Kriegsgräberstätte Reinickendorf am Freiheitsweg wurde 1980 auch die vorhandene Friedhofskapelle der neuen Aufgabe einer Gedenkstätte entsprechend umgestaltet.

Um das Gebäude von allen Seiten begehbar zu machen, wurden sämtliche Holzfenster und Türen herausgenommen. Die Brüstung der Fensteröffnungen wurde bis zur Oberkante des Fußbodens herausgebrochen. Auf diese Weise wurden Türöffnungen geschaffen und mit schmiedeeisernen Gittern versehen. Der bekannte Künstler Brandenburg erhielt den Auftrag für die im Innern der Kapelle aufgestellte Pieta aus Bronze.

Das Gelände des jetzigen Friedhofs wurde schon 1840 in den gebietsplanerischen Überlegungen zur Anlegung eines Friedhofs vorgesehen.

Nachdem der alte Friedhof am Dorfanger von Alt-Reinickendorf aufgrund der Expansion Reinickendorfs zur Stadt Berlin aus Platzgründen nicht mehr ausreichte, wurde der neue Friedhof Freiheitsweg 1870 eröffnet. Zugleich wurde hier die erste Bestattung durchgeführt.

Adresse

Kriegsgräberstätte Reinickendorf
Freiheitsweg 64
13407 Berlin
Tel.: (030) 49851777

Fahrverbindung:
Bus 120, 122, 127, 228, 322 Bushaltestelle: Alt-Reinickendorf
S-Bahn 25 S-Bahnhof: Alt-Reinickendorf

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