Vom 23. bis 25. September 2026 werden am Hermsdorfer See Bestände des invasiven Staudenknöterichs entfernt. Die Arbeiten finden am Wanderweg auf Höhe der Pforzheimer Straße statt. Sie erfolgen in Abstimmung mit dem Umwelt- und Naturschutzamt Reinickendorf und werden von den Stadtnaturrangerinnen der Stiftung Naturschutz Berlin begleitet. Der Staudenknöterich breitet sich schnell aus und verdrängt heimische Pflanzen. Seine hohen, dichten Triebe nehmen anderen Pflanzen das Licht und beeinträchtigen dadurch die biologische Vielfalt. Sterben die oberirdischen Pflanzenteile im Winter ab, fehlt häufig eine schützende Pflanzendecke. Besonders an Gewässerufern kann der Boden dadurch leichter abgetragen werden.
„Die Eindämmung invasiver Arten stellt Reinickendorf und ganz Berlin vor große Herausforderungen. Mit der Maßnahme am Hermsdorfer See schützen wir einen besonders wertvollen Naturraum im Tegeler Fließtal und geben heimischen Pflanzen wieder mehr Raum. So tragen wir dazu bei, die natürlichen Lebensräume und ihren Artenreichtum zu erhalten“, erläutert Sebastian Pieper (CDU), Bezirksstadtrat der Abteilung Ordnung, Umwelt und Verkehr.
Der Hermsdorfer See und seine Umgebung gehören zum Natura-2000-Gebiet Tegeler Fließtal. Die Eindämmung des Staudenknöterichs trägt dazu bei, die dortigen Lebensräume zu erhalten.
Auch auf privaten Grundstücken kann sich der Staudenknöterich stark ausbreiten. Wer Bestände im eigenen Garten entdeckt, sollte frühzeitig handeln:
• Junge Pflanzen sorgfältig ausgraben: Dabei möglichst alle Wurzeln und unterirdischen Ausläufer entfernen.
• Neue Triebe regelmäßig zurückschneiden: Wiederholtes Entfernen kann die Pflanze schwächen. Die Bekämpfung erfordert Ausdauer und regelmäßige Nachkontrollen.
• Bei größeren Beständen fachlichen Rat einholen: Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt vom Standort und vom Umfang des Bewuchses ab.
• Pflanzenreste fachgerecht entsorgen: Den geeigneten Entsorgungsweg vorab mit dem Entsorgungsunternehmen abstimmen. Pflanzenreste und belasteten Boden keinesfalls in der freien Natur ablagern.
Weitere Informationen zu invasiven Arten erhalten Sie auf den Informationsseiten der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unter dem folgenden Link:
https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/naturschutz/artenschutz/invasive-arten/