Mitten in Reinickendorf. 100 Jahre (Groß-) Berlin – Ausstellung in der GalerieETAGE im Museum Reinickendorf

Pressemitteilung Nr. 9406 vom 24.06.2020
Bildvergrößerung: Blick auf das Rathaus Reinickendorf vom Nutzfeld der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklink am Eichborndamm, 1962, unbekannter Fotograf
Blick auf das Rathaus Reinickendorf vom Nutzfeld der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklink am Eichborndamm, 1962, unbekannter Fotograf
Bild: Museum Reinickendorf

Anlässlich des 100. Jahrestages der Schaffung „Groß-Berlins“ präsentiert das Museum Reinickendorf vom 6. Juli bis zum 25. Oktober 2020 die Ausstellung „Mitten in Reinickendorf. 100 Jahre (Groß-) Berlin“. Sie ist Teil des Kooperationsprojektes „Großes B – dreizehnmal Stadt“ des Stadtmuseums Berlin mit den zwölf Berliner Bezirksmuseen.

Vor über hundert Jahren erstreckten sich zwischen den Landgemeinden des späteren Bezirks Reinickendorf noch große freie Felder und Waldflächen. Nach der Eingemeindung Reinickendorfs wurden sie Teil des Zukunftsraums Berlin, der die Grundlage für bedeutende Sozialreformen bildete und die städtebauliche Entwicklung enorm voranbrachte. Ausgehend von sechs ganz unterschiedlichen Zentren wie der Residenzstraße, Frohnau und dem Märkischen Zentrum wird in der Ausstellung die Entwicklung Reinickendorfs von den dörflichen Strukturen zu urbanen Lebensräumen dargestellt. Zentren werden in diesem Kontext als „Mitten“ oder als „Herzen“ des jeweiligen Stadtgebietes verstanden, das die Menschen anzieht, wo sie einkaufen, sich treffen, sich bilden und zerstreuen können.

Eine zentrale Mitte hat sich in Reinickendorf nicht entwickelt. Der Bezirk ist dezentral gewachsen und spiegelt damit die Situation Berlins. Anhand von Fotografien, Karten, Gemälden und Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern der unterschiedlichen Mitten wird in der Präsentation die unterschiedliche Entwicklung und Vielfalt Reinickendorfs deutlich. „Reinickendorf bietet mit seinen charakteristischen „Mitten“ verschiedene Möglichkeiten, sich zu Hause zu fühlen. Jeder unserer Stadtteile hat seine Eigenheiten. Dies erklärt die Vielfalt und Lebendigkeit unseres Bezirks“, betont Bezirksstadträtin Katrin-Schultze-Berndt (CDU).

Zur Ausstellung erscheint eine umfassende Publikation, die die Zentren Reinickendorfs differenziert beleuchtet. Ein umfangreiches Parallelprogramm begleitet die Ausstellung. So finden am 12. und 26. Juli und am 9. August jeweils um 15 Uhr Kuratorenführungen mit Christiane Borgelt durch die Ausstellung statt. Am 25. August um 18 Uhr hält der Historiker Dr. Andreas Ludwig den Vortrag „Groß-Berlin und die Füllung des Raums“. „Kiezgeschichten und Kurzerzählungen“ von Robin Li und Monika Schoppenhorst gibt es am 30. August um 15 Uhr. Weitere Veranstaltungen, wie die Industriespaziergänge mit Björn Berghausen und Stadtspaziergänge finden Sie unter www.museum-reinickendorf.de.

Wir bitten Besucherinnen und Besucher, im gesamten Museumsbereich und in der Ausstellung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zu den Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich unter info@museum-reinickendorf.de oder 404 4062.

GalerieETAGE im Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin, www.museum-reinickendorf.de