Brückenschlag – Künstler des Atelierhauses Nonnendamm 17 stellen aus

Pressemitteilung Nr. 8902 vom 20.05.2019
Bildvergrößerung: Annette Polzer: Lichtwirbel aus der Serie: Lichtverwerfung, 2016/17, Fotoarbeit auf Tetanalpapier,30x40cm
Annette Polzer: Lichtwirbel aus der Serie: Lichtverwerfung, 2016/17, Fotoarbeit auf Tetanalpapier,30x40cm
Bild: Annette Polzer

Am Donnerstag, 06. Juni 2019, wird um 19 Uhr die Ausstellung „Brückenschlag – Künstler des Atelierhauses Nonnendamm 17“ in der Rathaus-Galerie Reinickendorf eröffnet.

Das Atelierhaus Nonnendamm 17 befindet sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude auf der „Schleuseninsel“ im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Bereits seit Ende der 1960er Jahre nutzen Künstler und Künstlerinnen die Räumlichkeiten als Ateliers.

Reinickendorf schlägt durch die Ausstellung die Brücke zu einem Nachbarbezirk und nimmt damit die Ausstellungsreihe auf, die bereits vor Jahren begonnen wurde und in der schon Künstlerinnen und Künstler aus Atelierhäusern aus Pankow und Mitte vorgestellt wurden. In der Präsentation wird die Vielfalt der künstlerischen Positionen der am Nonnendamm arbeitenden Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie und Skulptur deutlich.

Bildvergrößerung: Ulrike Flaig: Versuchsanordnungskonglomerationsverdrehung, 2010, 8 Blätter, Mischtechnik auf Papier, 200x280cm
Ulrike Flaig: Versuchsanordnungskonglomerationsverdrehung, 2010, 8 Blätter, Mischtechnik auf Papier, 200x280cm
Bild: Ulrike Flaig

Christiane Conrad formt mit monochromen Farbschichten Erhöhungen und Unregelmäßigkeiten, die an Landschaften erinnern. Malerische, farbintensive Fotografien lässt Marta Djourina durch Lichteinsatz entstehen. Die Arbeiten von Ulrike Flaig beleuchten medienübergreifend inhaltliche Schwerpunkte zu Zeit und Rhythmus. In ihren fotografischen, zumeist konzeptuellen Werken verknüpft Elfi Fröhlich Bildzitate aus der Kunstgeschichte und verleiht ihnen ein eigendynamisches Gewicht.

Die Skulpturen von Tina Heuter sind in ihrer Formensprache reduziert und transportiert Gefühle. Mit dem Begriff der Leere setzt sich Sylvia Janowski mittels zeichnerischer Reduktion auseinander. Der Fotograf Hartwig Klappert verbindet seine ästhetische Arbeitsweise mit Kritik an dem gesellschaftlichen Umgang mit unserer Umwelt. Anja Knecht schafft Wahrnehmungsräume, in denen sich Vertrautes und Fremdes auf subtile Weise vermischen. Eine alltagssarkastische Kontextualisierung entsteht in den collageartigen Skulpturen und Zeichnungen von Ralf Lücke.

Annette Polzer greift in ihren zarten und malerischen Fotografien ästhetische Grundfragen von Licht und Schatten auf. Gemalte Interieurs mit Personen werden von Hermann Reimer aufgebrochen und mit der Umgebung in einem neuen Sinnzusammenhang gebracht. Im Sinne des Vanitas „memento mori“ hält der Fotograf Joachim Rissmann die Vergänglichkeit dokumentarisch fest. Rhythmisch-zart aber auch dynamisch-schwungvoll durchziehen Linien und Flächen die Aquarellarbeiten von Susanne Runge. Die abstrakten Papierarbeiten von Linda Scheckel sind durch Impulsivität und Spontaneität gezeichnet. Gabriele Schelsselmann thematisiert in ihren Serien Fragen zur Identität und Räumlichkeit. In opulenter Malweise wird das Leben und dessen Lustbarkeit von Caroline Weihrauch auf Leinwand zelebriert.

Die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler sind vom 07. Juni bis 21. August 2019 in der Rathaus-Galerie, Eichborndamm 215, 13437 Berlin zu sehen.

Der Eintritt ist frei.
Tel.: 030/404 40 62
www.kunstamt-reinickendorf-rathausgalerie.de