Denkmalrundgang - Marzahn Ensemble Alt-Marzahn Südwestlicher Bereich

Marzahn
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Denkmalrundgang – Marzahn Ensemble Alt-Marzahn – Südwestlicher Bereich

  • Alt-Marzahn 18 – Denkmalnummer 09080487, Wohnhaus mit westl. Stall um 1860 (Konstituierender Bestandteil des Ensembles Alt-Marzahn)
  • Alt-Marzahn 22 – Denkmalnummer 09080489, Wirtschaftsgebäude und 09080490 Wohnhaus (Konstituierender Bestandteil des Ensembles Alt-Marzahn) Scheune, Speicher und Stallungen, nach 1850 (Baudenkmale und Bestandteile des Ensembles Alt-Marzahn)
  • Alt-Marzahn 24 – Denkmalnummer 09080492, Wohnhaus mit Scheune und Stallungen nach 1850 (Baudenkmale und Bestandteile des Ensembles Alt-Marzahn)
  • Alt-Marzahn 26 – Denkmalnummer 09080494, Wohnhaus mit Seitengebäude um 1800 (Baudenkmale und Bestandteile des Ensembles Alt-Marzahn)
  • Alt-Marzahn 28/30 – Denkmalnummer 09080496, Doppelwohnhaus mit Stallungen um 1830, Umbau 1982 (Konstituierende Bestandteile des Ensembles Alt-Marzahn)
  • Alt-Marzahn 30 A – Denkmalnummer 09080497, Stallung und Scheune um 1895 (Baudenkmale und Bestandteile des Ensembles Alt-Marzahn)
  • Alt-Marzahn 32 – Denkmalnummer 09080499, Wohnhaus mit Stallung um 1850 (Baudenkmale und Bestandteile des Ensembles Alt-Marzahn)

Gesamtübersicht des Ensembles Alt-Marzahn

Denkmalkarte Berlin, 2012
Denkmalkarte Berlin, 2012
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Bei dem um 1300 erstmals erwähnten Dorf Marzahn handelt es sich um ein gut erhaltenes Straßenangerdorf. Die ursprünglich in Richtung Landsberg führende Dorfstraße weitet sich in Marzahn um einen zentralen spindelförmigern Anger auf, auf dem sich die wichtigen gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Kirche, Friedhof, Schule und Schmiede (heute nicht mehr existent) befanden. Die Gehöfte gruppieren sich in Drei- und Vierseithöfen entlang der Straße um den Anger. Im rückwärtigen Bereich bilden die Bauerngärten den typischen Grüngürtel um das Dorf, der noch weitgehend erhalten ist. Der Friedhof wurde 1893 an das östliche Ende des Dorfes verlegt. Er ist inzwischen aufgelassen.

Mit der Einführung der Rieselfelderwirtschaft 1872 auf den Agrarflächen rund um Marzahn stellten viele Marzahner Bauern ihre Produktion auf Milchwirtschaft um, da die Rieselfelder für eine gute Grasqualität sorgten. Die 1920 erfolgte Eingemeindung in Groß-Berlin hatte zunächst keine großen baulichen Auswirkungen für Marzahn.

Der entscheidende Schritt vom Vorort mit einem dörflichen bzw. landwirtschaftlichen geprägten Raum hin zur Großstadt vollzog sich ab Mitte der 1970er Jahre, als man zur Lösung des Wohnungsproblems in Ost-Berlin u.a. auch Marzahner und Hellersdorfer Freiflächen für ein ehrgeiziges Wohnungsbauprogramm der DDR mit 35.000 neuen Wohnungen aussuchte. 1979 folgte die Gründung des neuen Stadtbezirkes Marzahn.
Auf der nördlichen Seite rückten die Hochhäuser bis an den Grüngürtel des Dorfes heran, während an der Südseite noch ein Siedlungsgebiet zwischen dem Dorf und der Hochhausbebauung verblieb.
Wie auch in Biesdorf, war der Ausbau der Hauptstraße erforderlich. Aber anders als dort, wurde in Marzahn die Durchgangsstraße im Zuge der Rekonstruktion des Dorfes in den 1980er Jahren um das Dorf herumgeführt. Das Dorf wurde somit nicht von der nun sehr stark frequentierten Hauptstraße zerschnitten und präsentiert sich heute in einer geschlossenen und weitgehend ungestörten Gestalt.