In Deutschland ist es verboten, Rinder und verwandte Tiere wie Bisons, Wisente und Büffel gegen die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) zu impfen.
Neu ist: Ab sofort gilt das Verbot auch dafür, geimpfte Rinder in einen Bestand aufzunehmen. Nur BVD-unverdächtige und ungeimpfte Rinder dürfen integriert werden. “Nach Abwägung” sind im Einzelfall aber Ausnahmen erlaubt.
Die Bovine Virusdiarrhoe ist eine Rinderkrankheit, die weltweit vorkommt.
Damit stecken sich die Tiere leicht an, auch ungeborene Kälber. Oft zeigen sie keine Symptome, manchmal treten jedoch Durchfall, Atemwegsprobleme oder allgemeine Schwäche auf.
Seit dem 1. Januar 2011 wird die BVD in Deutschland staatlich bekämpft. Ziel ist es, sogenannte PI-Tiere (dauerhaft infizierte Tiere) zu finden und aus den Herden zu entfernen. Langfristig soll die Krankheit ganz verschwinden. Das Impf- und Aufnahmeverbot hilft dabei, indem es die Unterscheidung zwischen geimpften und tatsächlich kranken Tieren ermöglicht. Berlin strebt die Anerkennung als “BVD-freie Zone” an.