Inklusionsberatung im Stadtteilzentrum
Die Inklusionsberatung hat zum Ziel, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Sozialraum zu verbessern. Die Aufgaben der Inklusionsberatung bestehen unter anderem darin,
- die Stärken (Ressourcen und Möglichkeiten) und Schwächen (Barrieren) der Sozialräume in Bezug auf Inklusion zu ermitteln und Menschen mit Behinderungen auf Angebote und Hilfeleistungen auch außerhalb des Hilfesystems der Eingliederungshilfe hinzuweisen und/oder zu begleiten
- fehlende Angebote und Barrieren für Menschen mit Behinderungen aufzuzeigen und diese an die entsprechenden Stellen und Institutionen weiterzuleiten.
Beraten werden unter anderem Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige zu Teilhabemöglichkeiten im Kiez.
In den jeweiligen Stadtteilen nehmen die Inklusionsberatungen Kontakt zu Anbietern von Freizeitmöglichkeiten auf und informieren zu inklusiven Angeboten. Oft sind Veränderungen notwendig, um den Zugang für alle Menschen zu ermöglichen. Auch dazu geben die Inklusionsberatungen Auskunft und vermitteln an weiterführende Stellen.
Der Verband für sozio-kulturelle Arbeit e.V. startet das Projekt „Kiez inklusiv! leben“ nach einer Pilotphase in Kreuzberg nun auch in Marzahn-Hellersdorf. Ein Team von Inklusionsberaterinnen und -beratern soll Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörige unterstützen. Ziel ist die Stärkung der sozialen Teilhabe und die Förderung von Empowerment und Selbstbestimmung direkt in der Nachbarschaft. Der Projektstart vor Ort erfolgt nach Zusage der Finanzierung planmäßig zum 1. Januar 2026.
Das Team baut ein bezirkliches Beratungsangebot auf und entwickelt kreative, sozialraumorientierte Lösungen. Das Projekt arbeitet eng mit dem Teilhabefachdienst, Leistungserbringern und lokalen Akteuren zusammen, um Ressourcen zu bündeln. Durch die Organisation partizipativer Veranstaltungen werden Menschen aktiv in die Gestaltung ihres Sozialraums einbezogen und Akteure für ein inklusives Miteinander sensibilisiert. Ziel ist eine bedarfsgerechte und selbstbestimmte Unterstützung im direkten Lebensumfeld.
Die Inklusionsberatung verfolgt dabei einen zweigleisigen Ansatz: Sie verbindet die personenbezogene Unterstützung (Hilfe für einzelne Menschen) mit einem strukturellen Ansatz (allgemeine Inklusion im Quartier). Ziel ist es, Potenziale für Verbesserungen zu identifizieren und diese schrittweise in enger Zusammenarbeit mit Partnern, Netzwerkakteuren und Beauftragten zu realisieren.
Das neue Projekt „Teilhabeorientiertes Sozialraummanagement“ ist auf eine Dauer von vier Jahren ausgelegt und wird bis zum August 2029 durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. Damit ist eine langfristige Perspektive gewährleistet.
Die Inklusionsberatungen arbeiten in Stadtteilzentren von vier Bezirksregionen.
Region Kaulsdorf / Mahlsdorf
Inklusionsberatung im Stadtteilzentrum Kaulsdorf
Brodauer Straße 27-29
12621 Berlin
Telefon 030 56 58 87 62
stz-kaulsdorf@ev-mittendrin.de
Region Biesdorf
Inklusionsberatung im Stadtteilzentrum Biesdorf
Alt-Biesdorf 15
12683 Berlin
Telefon 0176 86 19 68 55
inklusionsberater@ball-ev-berlin.de
Region Marzahn
Inklusionsberatung im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte
Marzahner Promenade 38
12679 Berlin
Telefon 0151 15 08 87 97
inklusionsberatung-berlin@volkssolidaritaet.de
Region Hellersdorf
Inklusionsberatung im Stadtteilzentrum Hellersdorf Ost
Albert-Kuntz-Straße 46
12627 Berlin
Tel: 030 86 31 72 37
inklusionsberatung-hellersdorf@ev-mittendrin.de
Zu den Angeboten der Stadtteilzentren:
(weiterführende Informationen)