Wohnungsamt Marzahn-Hellersdorf prüft Mietpreisüberhöhungen mit Taskforce

Pressemitteilung vom 18.08.2026

Das Wohnungsamt Marzahn-Hellersdorf geht mit einer spezialisierten Arbeitsgruppe gegen unzulässige Mietpreise im Bezirk vor. Die Taskforce arbeitet seit Mai 2026 unter dem Namen „GutesWohnen“ und wird von Bezirksstadträtin Juliane Witt geleitet. Das Team besteht aus vier neuen sowie zwei erfahrenen Fachkräften des Wohnungsamts und erhält juristische Unterstützung durch das Rechtsamt.

Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Soziales und Bürgerdienste: „Schon seit Längerem planen wir, ein wirksames Instrument gegen steigende Mietkosten ins Leben zu rufen. Mit der Verstärkung unseres Teams ist uns das nun gelungen und wir freuen uns sehr darüber. Die Arbeitsgruppe bündelt verschiedene Kompetenzen. Die Taskforce ‚GutesWohnen‘ soll Bürgerinnen und Bürgern dabei helfen, sich unkompliziert zu informieren und sich gegen unzulässige Mieten zu wehren.“

Zunächst sichtet das Team alle bereits vorliegenden Anzeigen. Nach Prüfung der Unterlagen und einem Abgleich mit Wohnlage sowie Mietspiegel vereinbaren die Mitarbeitenden bei hinreichenden Anhaltspunkten Vor-Ort-Termine. Mit Zustimmung der Mieterinnen und Mieter werden dabei Wohnungsgröße und Zustand erfasst und dokumentiert. Bislang fanden 20 Vor-Ort-Prüfungen statt, drei weitere stehen noch aus.

Derzeit führt die Arbeitsgruppe 34 laufende Verfahren. Insgesamt 85 Vorgänge wurden eingestellt: überwiegend wegen fehlender Mitwirkung, erfolgter Wohnungswechsel oder einer zwischenzeitlichen Beratung durch Mietervereine.

Über die rechtlichen Schritte und Voraussetzungen informiert ein Merkblatt, das digital sowie in gedruckter Form vorliegt. Es fasst das Vorgehen bei der Mietpreisprüfung zusammen und nennt Anlaufstellen im Land Berlin. Die Übersicht sowie weitere Sachinformationen sind auf der Website des Bezirksamts abrufbar.

Hinweise und Dokumente können per E-Mail an das Wohnungsamt übermittelt werden.

Unabhängig vom bezirklichen Verfahren bietet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen eine eigene Mietpreisprüfstelle an, deren Beratungsergebnisse direkt an die Auskunftsuchenden gehen.

Zudem besteht seit dem 1. Juli 2026 die Möglichkeit, mutmaßliche Mietpreisüberhöhungen online über das Service-Portal des Landes Berlin anzuzeigen. Diese Eingaben werden zur Prüfung an den Bezirk weitergeleitet.