Stimme für die nächste Generation: Paul Jurda wird erster Kinder- und Jugendbeauftragter in Marzahn-Hellersdorf
Pressemitteilung vom 06.05.2026
Marzahn-Hellersdorf hat erstmals einen Kinder- und Jugendbeauftragten. Die Stelle übernimmt der Pädagoge und Politikwissenschaftler Paul Jurda. Zu seinen Hauptaufgaben zählt, den Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ umzusetzen. Dieser Plan hilft dabei, die UN-Kinderrechte auf lokaler Ebene zu verwirklichen und die Interessen junger Menschen in der Verwaltung zu stärken.
Jurda kennt die Praxis aus erster Hand: Er arbeitete mehrere Jahre in Kitas, im Hort und in der Jugendarbeit. Berufliche Stationen führten ihn außerdem zu Projekten für demokratische Mitbestimmung und zur Caritas, deren Jugendplattform er betreute.
Für den Bezirk verfolgt er verschiedene Ideen. Er will neue Formate entwickeln, die ansprechend und leicht erreichbar sein sollen, egal, welchen Hintergrund die Kinder und Jugendlichen haben. Für einen ersten Erfahrungsaustausch besucht er Veranstaltungen, beispielsweise Kiezfeste. Darüber hinaus arbeitet er eng mit dem Kinder- und Jugendparlament, dem Beteiligungsbüro und verschiedenen Gremien zusammen.
Der neue Beauftragte wird viel in der Nachbarschaft unterwegs sein, um die Menschen vor Ort kennenzulernen. In Jugendclubs beabsichtigt er, Gespräche mit den Fachkräften und jungen Leuten über Themen wie Schule, Mobbing oder Extremismusprävention zu führen. Mit diesen Informationen will er deren Interessen wirksam gegenüber der Bezirkspolitik vertreten. Zudem strebt er an, neue digitale Wege für den Kontakt aufzubauen.
Paul Jurda, Kinder- und Jugendbeauftragter: „Besonders wichtig ist mir, nahbar für Kinder und Jugendliche und ein möglichst niedrigschwelliger Ansprechpartner zu sein, ihnen zuzuhören und ihre Anliegen für und mit ihnen an die Bezirksverwaltung und politische Vertreterinnen und Vertreter heranzutragen. Um dies bestmöglich zu tun, möchte ich in den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen präsent sein: an Orten wie Schulen, Jugendclubs und Spielplätzen, aber auch im digitalen Raum. Nur so können wir gemeinsam Räume schaffen, in denen sich alle gehört, sicher und wertgeschätzt fühlen. Mein Ziel ist, dass jeder junge Mensch im Bezirk weiß: Eure Stimme zählt – und ich bin da, um sie zu verstärken.“
Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit: „Kinder und Jugendliche werden häufig in der Welt der Erwachsenen nicht ernst genommen. Wir entscheiden über und für sie und das meist, ohne sie zu fragen. Dabei sind sie selbst die Expertinnen und Experten ihrer Lebenswelt. Mit dem Kinder- und Jugendbeauftragten macht sich Marzahn-Hellersdorf auf den Weg, die Anliegen junger Menschen im Bezirksamt hörbar zu machen und in Entscheidungen einfließen zu lassen. So gestalten wir Politik, die nicht nur für, sondern mit Kindern und Jugendlichen entsteht.“
Kontakt
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Pressestelle